
Geschäftsreisende, die ihre Geldbörse vergessen, werden das bald teuer bezahlen – im wahrsten Sinne des Wortes. In einer im Federal Register am 21. November 2025 veröffentlichten Mitteilung bestätigte die Transportation Security Administration (TSA), dass sie eine nicht erstattungsfähige Gebühr von 18 US-Dollar von jedem Reisenden verlangt, der ohne REAL ID-konforme Ausweisdokumente oder gültigen Reisepass zur Sicherheitskontrolle erscheint. Statt des bisherigen manuellen Befragungsprozesses werden Passagiere künftig zu neuen Selbstbedienungskiosken geleitet, die ein Live-Gesichtsbild erfassen und mit Regierungsdatenbanken abgleichen, bevor sie eine 10-tägige „alternative Identitätskarte“ ausstellen. Die TSA erklärt, die Gebühr diene lediglich der Kostendeckung für Hardware, Software, Cybersicherheit und Kundendienst, die für den Betrieb des Systems erforderlich sind.
Diese Änderung ist Teil der lang verzögerten Umsetzung des REAL ID Act von 2005, den die Trump-Administration schließlich im Mai in Kraft setzte. Schätzungsweise 94 Prozent der US-Erwachsenen besitzen inzwischen einen akzeptierten Ausweis, doch Daten aus der Reisebranche zeigen, dass täglich noch Hunderte von Passagieren ohne Ausweis an den Kontrollpunkten erscheinen. Durch die Automatisierung des Ersatzverfahrens erwartet die TSA, die Verifizierungszeit von etwa 15 Minuten auf unter zwei Minuten zu reduzieren und so die Kontrollspuren während der morgendlichen Stoßzeiten zu entlasten.
Flughäfen und Fluggesellschaften reagieren vorsichtig auf die Neuerung. Der Airports Council International–North America sieht in den Kiosken eine Möglichkeit, Warteschlangen zu verkürzen, warnt jedoch davor, dass Reisende die Gebühr als „Abzocke“ empfinden könnten, was die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt. Auch Manager für Geschäftsreisen beobachten die Entwicklung genau: Nach den meisten Vertragsregeln der US Government Services Administration für Dienstreisen müssen Reisende Nebenkosten selbst tragen, sofern die Behörde keine Erstattung zusagt. Da Regierungs- und Verteidigungsauftragnehmer zu den häufigsten Nutzern von Last-Minute-Reisen gehören, könnten sich die 18-Dollar-Zuschläge schnell summieren.
Datenschützer zeigen sich besonders besorgt über die biometrische Erfassung. Zwar versichert die TSA, dass die Bilder „nur so lange wie unbedingt nötig“ gespeichert werden, doch die Behörde hat weder den genauen Aufbewahrungszeitraum noch eine mögliche Weitergabe der Daten an andere Homeland-Security-Behörden konkretisiert. Die American Civil Liberties Union fordert bereits eine öffentliche Kommentierungsphase sowie eine klare Möglichkeit zum Widerspruch, die nicht dazu führt, den Flug zu verpassen. Die TSA entgegnet, dass der Kongress ausdrücklich Gebühren zur Kostendeckung für „registrierte Reisende“-Programme genehmigt habe und alle Datenverarbeitungen den Datenschutzprüfungen des Department of Homeland Security unterlägen.
Details zur Umsetzung – etwa welche Flughäfen zuerst mit Kiosken ausgestattet werden und wie die Zahlung erfolgen soll – werden in einer Folgeankündigung Anfang nächsten Jahres erwartet. Mobilitätsmanager sollten ihre Reisehinweise daher bald anpassen: Kein Ausweis könnte künftig 18 Dollar extra kosten und ein zusätzliches biometrisches Foto vor dem Boarding erfordern.
Diese Änderung ist Teil der lang verzögerten Umsetzung des REAL ID Act von 2005, den die Trump-Administration schließlich im Mai in Kraft setzte. Schätzungsweise 94 Prozent der US-Erwachsenen besitzen inzwischen einen akzeptierten Ausweis, doch Daten aus der Reisebranche zeigen, dass täglich noch Hunderte von Passagieren ohne Ausweis an den Kontrollpunkten erscheinen. Durch die Automatisierung des Ersatzverfahrens erwartet die TSA, die Verifizierungszeit von etwa 15 Minuten auf unter zwei Minuten zu reduzieren und so die Kontrollspuren während der morgendlichen Stoßzeiten zu entlasten.
Flughäfen und Fluggesellschaften reagieren vorsichtig auf die Neuerung. Der Airports Council International–North America sieht in den Kiosken eine Möglichkeit, Warteschlangen zu verkürzen, warnt jedoch davor, dass Reisende die Gebühr als „Abzocke“ empfinden könnten, was die Kundenzufriedenheit beeinträchtigt. Auch Manager für Geschäftsreisen beobachten die Entwicklung genau: Nach den meisten Vertragsregeln der US Government Services Administration für Dienstreisen müssen Reisende Nebenkosten selbst tragen, sofern die Behörde keine Erstattung zusagt. Da Regierungs- und Verteidigungsauftragnehmer zu den häufigsten Nutzern von Last-Minute-Reisen gehören, könnten sich die 18-Dollar-Zuschläge schnell summieren.
Datenschützer zeigen sich besonders besorgt über die biometrische Erfassung. Zwar versichert die TSA, dass die Bilder „nur so lange wie unbedingt nötig“ gespeichert werden, doch die Behörde hat weder den genauen Aufbewahrungszeitraum noch eine mögliche Weitergabe der Daten an andere Homeland-Security-Behörden konkretisiert. Die American Civil Liberties Union fordert bereits eine öffentliche Kommentierungsphase sowie eine klare Möglichkeit zum Widerspruch, die nicht dazu führt, den Flug zu verpassen. Die TSA entgegnet, dass der Kongress ausdrücklich Gebühren zur Kostendeckung für „registrierte Reisende“-Programme genehmigt habe und alle Datenverarbeitungen den Datenschutzprüfungen des Department of Homeland Security unterlägen.
Details zur Umsetzung – etwa welche Flughäfen zuerst mit Kiosken ausgestattet werden und wie die Zahlung erfolgen soll – werden in einer Folgeankündigung Anfang nächsten Jahres erwartet. Mobilitätsmanager sollten ihre Reisehinweise daher bald anpassen: Kein Ausweis könnte künftig 18 Dollar extra kosten und ein zusätzliches biometrisches Foto vor dem Boarding erfordern.
Quelle: Washington Post