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Irland erhöht Einkommensgrenze für Familienzusammenführung auf 44.300 €

Nov. 29, 2025
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Irland erhöht Einkommensgrenze für Familienzusammenführung auf 44.300 €
Das irische Justizministerium hat eine überarbeitete Richtlinie zur Familienzusammenführung außerhalb des EWR veröffentlicht, die die Einkommensanforderungen für irische Einwohner, die Ehepartner, Partner oder Kinder aus Nicht-EWR-Ländern sponsern möchten, deutlich anhebt. Ab sofort müssen Sponsoren mindestens das nationale Median-Bruttogehalt von derzeit 44.300 € verdienen – zuvor lag die Grenze seit 2016 pauschal bei 30.000 €. Haushalte mit mehreren Angehörigen müssen noch höhere Einkommensnachweise erbringen: So muss ein Elternteil mit drei Kindern ein Nettoeinkommen von 47.164 € vorweisen, was etwa 64.200 € brutto entspricht. Zudem müssen Antragsteller nachweisen, dass ihnen eine „geeignete“ Unterkunft zur Verfügung steht, bevor ein Visum erteilt wird.

Behörden begründen die strengeren Vorgaben mit dem Schutz der öffentlichen Finanzen und der Förderung wirtschaftlicher Eigenständigkeit bei Neuankömmlingen. Die Wirtschaftsvertretung Ibec unterstützt die Maßnahme grundsätzlich, warnt jedoch, dass Fachkräfte im mittleren Einkommensbereich aus den Bereichen IT und Finanzdienstleistungen – wo oft variable Boni gezahlt werden – abgeschreckt werden könnten. Arbeitgeber, die Manager aus Nicht-EWR-Staaten nach Irland versetzen, müssen möglicherweise Zulagen anpassen oder Boni als anrechenbares Einkommen umklassifizieren, um die neuen Anforderungen zu erfüllen.

Irland erhöht Einkommensgrenze für Familienzusammenführung auf 44.300 €


Für internationale Mobilitätsteams ergeben sich zwei wesentliche Auswirkungen: Erstens steigen die Einsatzbudgets, wenn Unternehmen Gehälter aufstocken müssen, damit Mitarbeiter ihre Familien mitbringen können. Zweitens verlängern sich die Bearbeitungszeiten, da nun Nachweise über die Unterkunft (z. B. Mietverträge) dem Antrag beigefügt werden müssen. Umzugsdienstleister rechnen mit einer höheren Nachfrage nach familiengerechten Mietwohnungen, insbesondere in Dublin, wo das Angebot knapp ist.

Ab 2026 sollen Gebühren für Familienzusammenführungsvisa eingeführt werden, und alle Anträge müssen gestellt werden, solange die Angehörigen noch im Ausland sind. Das Justizministerium wird die Einkommensgrenze jährlich überprüfen und an die Daten des Central Statistics Office anpassen – weitere Erhöhungen sind also wahrscheinlich, falls die Lohninflation anhält.

Mobilitätsmanager sollten ihre Kostenkalkulationen umgehend aktualisieren und Mitarbeiter darüber informieren, dass zuvor eingereichte Unterlagen oder Gehaltsnachweise unter 44.300 € künftig nicht mehr akzeptiert werden.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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