
Die belgische Bundesregierung hat am 28. November spät abends ihren Haushaltsplan für 2026–2029 vorgestellt. In dem 254 Seiten umfassenden Dokument verbirgt sich eine einzeilige Änderung mit großer Wirkung auf die Budgets für Geschäftsreisen: Ab dem 1. Januar 2027 wird auf jedem Ticket für Abflüge von belgischen Flughäfen eine pauschale Embarkationssteuer von 10 € erhoben – bisher waren es 5 € für Mittel- und Langstreckenflüge und 10 € für Kurzstrecken unter 500 km.
Die Regierung argumentiert, dass die Harmonisierung der Abgabe die Verwaltung vereinfacht und jährlich rund 140 Millionen Euro für den Ausbau der Schieneninfrastruktur und Projekte zur grünen Transformation einbringt. Finanzministerin Gwendolyn Rutten erklärte gegenüber Journalisten, dass Belgien damit „unter der Spanne von 12 bis 20 Euro bleibt, die unsere Nachbarn vor ihren jüngsten Senkungen verlangen“, während die Luftfahrt „ihren fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss“.
Die Fluggesellschaften reagierten schnell mit Kritik. Der Branchenverband Airlines for Europe warnte, dass die Erhöhung nur vier Monate nach der letzten Anhebung erfolgt und „unweigerlich an die Passagiere weitergegeben wird“. Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines schätzt, dass nach Hinzurechnung von Mehrwertsteuer und Vertriebsgebühren ein durchschnittlicher Aufschlag von 18 € auf ein Hin- und Rückflugticket für Langstreckenflüge entsteht. Ryanair bezeichnet die Steuer als Wettbewerbsnachteil für Belgien gegenüber Drehkreuzen wie Amsterdam und Paris und befürchtet Streckenstreichungen an den Flughäfen Charleroi und Brüssel Süd.
Manager für Geschäftsreisen haben bereits begonnen, ihre Budgets für 2026–2028 neu zu kalkulieren. Eine Blitzumfrage des belgischen Verbands für Travel Management ergab, dass 63 % der multinationalen Unternehmen planen, freiwillige Reisen zu reduzieren oder Meetings online abzuhalten, falls die Ticketpreise um mehr als 8 % steigen. Mobilitätsberater weisen zudem darauf hin, dass die Steuer am Verkaufsort erhoben wird, sodass Führungskräfte mit Sitz in Belgien, die Flüge ab Paris oder Amsterdam buchen („Surface Sectors“), die Gebühr derzeit umgehen können – eine Schlupfloch, das die Regierung möglicherweise durch sekundäre Rechtsvorschriften schließen will.
Unternehmen werden daher aufgefordert, ihre Kostenprognosen für Heimreisen von Entsandten, Schulungsprogramme und Rückführungsflüge nach 2026 zu aktualisieren und Mitarbeiter frühzeitig zu informieren, um Streitigkeiten bei Spesenabrechnungen zu vermeiden. Reise-Policy-Teams sollten zudem mögliche Vergeltungsmaßnahmen benachbarter Länder im Blick behalten, die 2026 eigene grüne Steueranpassungen planen.
Die Regierung argumentiert, dass die Harmonisierung der Abgabe die Verwaltung vereinfacht und jährlich rund 140 Millionen Euro für den Ausbau der Schieneninfrastruktur und Projekte zur grünen Transformation einbringt. Finanzministerin Gwendolyn Rutten erklärte gegenüber Journalisten, dass Belgien damit „unter der Spanne von 12 bis 20 Euro bleibt, die unsere Nachbarn vor ihren jüngsten Senkungen verlangen“, während die Luftfahrt „ihren fairen Beitrag zum Klimaschutz leisten muss“.
Die Fluggesellschaften reagierten schnell mit Kritik. Der Branchenverband Airlines for Europe warnte, dass die Erhöhung nur vier Monate nach der letzten Anhebung erfolgt und „unweigerlich an die Passagiere weitergegeben wird“. Die belgische Fluggesellschaft Brussels Airlines schätzt, dass nach Hinzurechnung von Mehrwertsteuer und Vertriebsgebühren ein durchschnittlicher Aufschlag von 18 € auf ein Hin- und Rückflugticket für Langstreckenflüge entsteht. Ryanair bezeichnet die Steuer als Wettbewerbsnachteil für Belgien gegenüber Drehkreuzen wie Amsterdam und Paris und befürchtet Streckenstreichungen an den Flughäfen Charleroi und Brüssel Süd.
Manager für Geschäftsreisen haben bereits begonnen, ihre Budgets für 2026–2028 neu zu kalkulieren. Eine Blitzumfrage des belgischen Verbands für Travel Management ergab, dass 63 % der multinationalen Unternehmen planen, freiwillige Reisen zu reduzieren oder Meetings online abzuhalten, falls die Ticketpreise um mehr als 8 % steigen. Mobilitätsberater weisen zudem darauf hin, dass die Steuer am Verkaufsort erhoben wird, sodass Führungskräfte mit Sitz in Belgien, die Flüge ab Paris oder Amsterdam buchen („Surface Sectors“), die Gebühr derzeit umgehen können – eine Schlupfloch, das die Regierung möglicherweise durch sekundäre Rechtsvorschriften schließen will.
Unternehmen werden daher aufgefordert, ihre Kostenprognosen für Heimreisen von Entsandten, Schulungsprogramme und Rückführungsflüge nach 2026 zu aktualisieren und Mitarbeiter frühzeitig zu informieren, um Streitigkeiten bei Spesenabrechnungen zu vermeiden. Reise-Policy-Teams sollten zudem mögliche Vergeltungsmaßnahmen benachbarter Länder im Blick behalten, die 2026 eigene grüne Steueranpassungen planen.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News