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Schweizer Regierung setzt Kontingente für Arbeitsbewilligungen 2026 für Nicht-EU-Fachkräfte aus

Nov. 30, 2025
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Schweizer Regierung setzt Kontingente für Arbeitsbewilligungen 2026 für Nicht-EU-Fachkräfte aus
Der Schweizer Bundesrat hat nach wochenlangen Spekulationen bestätigt, dass die nationalen Arbeitsbewilligungsquoten für 2026 unverändert bleiben. In einer Sitzung am Abend des 28. November genehmigte das Kabinett eine Änderungsverordnung zur Verordnung über Zulassung, Aufenthalt und Erwerbstätigkeit (VZAE), die das Kontingent für Drittstaatsangehörige bei 8.500 Bewilligungen belässt – davon 4.500 B-Bewilligungen für Einsätze von mehr als zwölf Monaten und 4.000 L-Bewilligungen für Aufenthalte bis zu einem Jahr. Auch die Kontingente für EU/EFTA-Dienstleistungserbringer, die länger als 120 Tage in der Schweiz tätig sind (3.000 L- und 500 B-Bewilligungen), sowie die Sonderregelung für britische Staatsangehörige nach dem Brexit (1.400 L- und 2.100 B-Bewilligungen) bleiben bestehen.

Die Entscheidung fällt vor dem Hintergrund der höchsten Nettozuwanderung seit 17 Jahren und wachsendem politischen Druck, die Zuwanderung zu begrenzen. Die kantonalen Migrationsämter warnten jedoch, dass eine Kürzung der Zahlen sie daran hindern würde, bereits multinationalen Unternehmen in den Bereichen Life Sciences, Ingenieurwesen und Fintech zugesagte Bewilligungen auszustellen. Wirtschaftsverbände argumentieren, dass die Rekordtiefarbeitslosigkeit von 1,9 % in der Schweiz nur durch gezielte Zuwanderung den Fachkräftemangel ausgleichen kann.

Schweizer Regierung setzt Kontingente für Arbeitsbewilligungen 2026 für Nicht-EU-Fachkräfte aus


Für globale Mobilitätsteams beseitigt die Ankündigung ein großes Planungsrisiko. Unternehmen können weiterhin Anträge unter denselben numerischen Kontingenten und Dokumentationsanforderungen wie 2025 stellen, was Umstrukturierungen mitten im Projekt oder kurzfristige Personalwechsel vermeidet. Da die Kontingente vierteljährlich an die Kantone verteilt werden, sollten Personalverantwortliche dennoch ihre Anträge im Januar frühzeitig einreichen, um Plätze vor der Erschöpfung der Q1-Zuteilung zu sichern – die Erfahrung zeigt, dass IT- und Pharmacluster in Zürich, Basel und Zug ihre Kontingente am schnellsten aufbrauchen.

Die Beibehaltung des Sonderkontingents für britische Staatsangehörige sichert zudem die Besetzung regionaler Führungspositionen aus London. Ohne diese Regelung müssten britische Entsandte mit anderen Drittstaatsangehörigen um ein deutlich kleineres Kontingent konkurrieren, was zusätzliche Compliance-Hürden schaffen würde – gerade jetzt, da der bilaterale Handel zwischen der Schweiz und dem Vereinigten Königreich die 50-Milliarden-Franken-Marke überschreitet.

Blickt man voraus, wird Bern die Quoten im Herbst 2026 erneut überprüfen. Sollte der demografische Druck weiter zunehmen, könnte sich die politische Lage ändern. Arbeitgeber werden daher geraten, die parlamentarischen Debatten aufmerksam zu verfolgen – insbesondere die SVP-Initiative „Nein zur 10-Millionen-Schweiz“, die eine Bevölkerungsobergrenze anstrebt und bei Erfolg mit hoher Wahrscheinlichkeit strengere Einwanderungsbeschränkungen nach sich ziehen würde.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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