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Kanada setzt Start-Up-Visum-Arbeitserlaubnisse und neue SUV-Anträge aus, plant gezieltes Pilotprogramm für Unternehmer

Dez. 20, 2025
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Kanada setzt Start-Up-Visum-Arbeitserlaubnisse und neue SUV-Anträge aus, plant gezieltes Pilotprogramm für Unternehmer
Einwanderung, Flüchtlinge und Staatsbürgerschaft Kanada (IRCC) hat am 19. Dezember 2025 überraschend zwei zentrale Elemente seines Start-Up-Visum-Programms (SUV) eingestellt. Ab sofort werden keine Anträge mehr für die optionale, arbeitgeberspezifische Arbeitserlaubnis angenommen, die viele Gründer genutzt haben, um während der Bearbeitung ihres Antrags auf Daueraufenthalt nach Kanada umzuziehen. Die einzige Ausnahme gilt für Unternehmer, die sich bereits im Land befinden und ihre bestehende SUV-Arbeitserlaubnis verlängern müssen.

Zudem gab IRCC bekannt, dass ab dem 31. Dezember 2025 um 23:59 Uhr keine neuen Anträge auf Daueraufenthalt im Rahmen des SUV-Programms mehr akzeptiert werden – es sei denn, der Antragsteller besitzt bereits ein gültiges Verpflichtungszertifikat von 2025 von einem anerkannten Inkubator, Angel-Netzwerk oder Risikokapitalfonds. Inhaber eines solchen Zertifikats müssen ihren vollständigen Antrag bis zum 30. Juni 2026 einreichen.

Kanada setzt Start-Up-Visum-Arbeitserlaubnisse und neue SUV-Anträge aus, plant gezieltes Pilotprogramm für Unternehmer


Diese Änderungen sind Teil von Ottawas umfassender Strategie, die Zahl der temporären Aufenthalte zu reduzieren und den Fokus der Einwanderung auf Kandidaten zu legen, die bereits in Kanada leben und arbeiten. IRCC betont, dass künftig Anträge von SUV-Teilnehmern, die sich mit einer programmspezifischen Arbeitserlaubnis in Kanada aufhalten, bevorzugt bearbeitet werden. Dies soll den Übergang vom temporären zum dauerhaften Status beschleunigen und die seit Jahren bestehenden Rückstände bei den Business-Class-Programmen abbauen.

Hinter diesem Schritt steht eine grundsätzliche Neuausrichtung: IRCC plant für 2026 einen „neuen, gezielten Pilotversuch für Einwanderer-Unternehmer“. Erste Hinweise deuten darauf hin, dass dieser Pilot vor allem kapitalstarke Unternehmen fördern wird, die direkt Kanadas Produktivitätsprobleme angehen, statt frühphasige Ideen, die Schwierigkeiten beim Skalieren haben. Bis dahin müssen Gründer möglicherweise auf alternative Arbeitserlaubniswege ausweichen – etwa das International Mobility Program (C10 „significant benefit“) oder unternehmerische Programme der Provinzen –, während sie auf Details des neuen Piloten warten.

Für kanadische Arbeitgeber, Inkubatoren und Investoren schafft die Aussetzung kurzfristig Unsicherheit, könnte aber langfristig die Bearbeitung vereinfachen und die Integrität des Programms stärken. Unternehmen, die bereits SUV-Gründer beschäftigen, sollten darauf achten, bestehende Arbeitserlaubnisse rechtzeitig zu verlängern. Investoren, die neue Kohorten aufnehmen wollen, müssen hingegen auf die Regeln des Pilotprogramms 2026 warten, bevor sie globales Talent an Bord holen können.
Quelle: Immigration, Refugees and Citizenship Canada

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