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Österreich senkt Einwanderungskontingent für 2025 auf 5.616 Genehmigungen

Dez. 21, 2025
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Österreich senkt Einwanderungskontingent für 2025 auf 5.616 Genehmigungen
Der österreichische Nationalrat hat am 20. Dezember stillschweigend die Niederlassungsverordnung 2025 verabschiedet und dabei die jährliche Obergrenze für quotenpflichtige Aufenthaltstitel auf 5.616 gesenkt – 230 weniger als im Jahr 2024. Die Quote betrifft nur jene Genehmigungen, die zahlenmäßig begrenzt sind, wie etwa familienbezogene Aufenthalte, Niederlassungen für finanziell unabhängige Pensionisten und Upgrades zur Rot-Weiß-Rot Karte Plus. Arbeitsmarktorientierte Wege (Standard Rot-Weiß-Rot Karte, EU Blue Card) bleiben unbeschränkt, sodass Arbeitgeber weiterhin so viele qualifizierte Nicht-EU-Fachkräfte einstellen können, wie sie dem Arbeitsmarktservice (AMS) nachweisen.

Die Regierung hat 4.850 Plätze (86 %) für Familienmigration vorgesehen, 385 für finanziell unabhängige Pensionisten („Privatiers“), 89 für Inhaber langfristiger EU-Aufenthaltstitel eines anderen Mitgliedstaates und 292 für Angehörige, die von der Rot-Weiß-Rot Karte auf die flexiblere Rot-Weiß-Rot Karte Plus wechseln. Die provinziellen Unterquoten öffnen am 2. Januar zur Antragstellung, wobei Wien mit 1.640 Plätzen den Löwenanteil behält und Tirol mit 165 Plätzen die kleinste Quote aufweist.

Österreich senkt Einwanderungskontingent für 2025 auf 5.616 Genehmigungen


Familiennachzugs-Experten warnen, dass die strengere Obergrenze negative Folgen für die Gewinnung von Fachkräften in Unternehmen haben könnte: Führungskräfte könnten zögern, umzuziehen, wenn sie befürchten, dass Ehepartner oder Kinder auf Wartelisten festhängen. Im Jahr 2024 war die Familienquote in Wien bereits im September ausgeschöpft, was viele Angehörige zwang, ihre Reise bis zum Öffnen der 2025er Kontingente zu verschieben. Das Migrations-Denknetzwerk Agenda Austria sieht in der Kürzung eine politisch motivierte Maßnahme, um Wähler zu besänftigen, die sich wegen steigender Wohnkosten und überfüllter Schulen in einem Wahljahr Sorgen machen.

Für Personalabteilungen steht nun vor allem das Kalender-Management im Vordergrund. Praktiker sollten notarielle Termine frühzeitig reservieren und Unterlagen jetzt sammeln, damit die per Kurier versandten Dokumente rechtzeitig zu den österreichischen Konsulaten gelangen, sobald die Antragsfrist am 2. Januar beginnt. Sind die Kontingente erschöpft, müssen Unternehmen Angehörige möglicherweise auf sogenannte „Quoten-Wartelisten“ setzen und Zwischenlösungen wie Schengen-Visitenvisa prüfen – eine teurere und unsichere Alternative.

Langfristig könnten Unternehmen für eine Rückkehr zu separaten Familienquoten für Firmen werben, eine Idee, die von der Wirtschaftskammer Österreich angeregt, aber in den Koalitionsverhandlungen 2023 verworfen wurde. Bis dahin sollten Mobility-Manager die Nutzung der provinziellen Quoten monatlich beobachten und Entsandte realistisch über ihre Zeitpläne informieren.
Quelle: VisaHQ Global Mobility News

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