
Die Steuerbehörde der Region Brüssel-Hauptstadt, Brussels Fiscality, kündigte am 23. Dezember eine groß angelegte Prüfung von rund 5.000 Airbnb-Unterkünften für Buchungen in den Jahren 2023 bis 2025 an. Ziel ist es, geschätzte 7 Millionen Euro an Bußgeldern und 6 Millionen Euro an rückständigen Tourismussteuern einzutreiben.
Die Aktion folgt auf eine kleinere Pilotphase im Jahr 2024, bei der 1.800 Gastgeber wegen Verstößen bestraft wurden und 2,8 Millionen Euro eingenommen wurden. Die Behörden stützen sich dabei stark auf Buchungsdaten, die Airbnb nach einem wegweisenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2022 übermitteln muss. Dieses Urteil verpflichtet Plattformen, Gastgeberinformationen an Steuerbehörden weiterzugeben. Die Prüfer konzentrieren sich auf nicht deklarierte gewerbliche Vermietungen, Unterkünfte ohne gültige Brandschutzbescheinigung sowie Vermieter, die die 90-Nächte-Grenze ohne kommunale Genehmigung überschreiten.
Für Manager im Bereich Unternehmensmobilität ist die Maßnahme mehr als nur eine steuerliche Angelegenheit: Kurzzeitvermietungen machen laut dem Relocation-Unternehmen Expatis etwa ein Viertel des temporären Wohnraums für entsandte Mitarbeiter in Brüssel aus. Höhere Compliance-Kosten und das Risiko rückwirkender Strafen könnten einige Gastgeber vom Markt drängen, was die Verfügbarkeit einschränkt und die Preise während EU-Gipfeln, Messewochen und Einstellungsphasen für Trainees steigen lässt.
Arbeitgeber werden daher geraten, Mietverträge sorgfältig zu prüfen, um sicherzustellen, dass die für Entsandte organisierten Unterkünfte korrekt registriert und versteuert sind. Andernfalls drohen Bußgelder, die auf das Unternehmen übergehen können, oder sogar Probleme bei der Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen, falls Steuerverbindlichkeiten von den Kommunen gemeldet werden.
Die Prüfung fügt sich auch in breitere EU-Bemühungen ein, Kurzzeitvermietungsplattformen stärker zu regulieren: Ab 2026 verpflichtet das neue Digital Services Act Airbnb dazu, die Vermieterlizenzen vor der Aufnahme von Unterkünften zu überprüfen. Brussels Fiscality hofft, mit diesem proaktiven Vorgehen die Region als „europäischen Vorreiter für fairen Tourismus“ zu positionieren. Branchenverbände warnen jedoch vor einer möglichen Verlagerung des Mietangebots in benachbarte flämische Gemeinden außerhalb der Zuständigkeit der Hauptstadt.
Die Aktion folgt auf eine kleinere Pilotphase im Jahr 2024, bei der 1.800 Gastgeber wegen Verstößen bestraft wurden und 2,8 Millionen Euro eingenommen wurden. Die Behörden stützen sich dabei stark auf Buchungsdaten, die Airbnb nach einem wegweisenden Urteil des Europäischen Gerichtshofs von 2022 übermitteln muss. Dieses Urteil verpflichtet Plattformen, Gastgeberinformationen an Steuerbehörden weiterzugeben. Die Prüfer konzentrieren sich auf nicht deklarierte gewerbliche Vermietungen, Unterkünfte ohne gültige Brandschutzbescheinigung sowie Vermieter, die die 90-Nächte-Grenze ohne kommunale Genehmigung überschreiten.
Für Manager im Bereich Unternehmensmobilität ist die Maßnahme mehr als nur eine steuerliche Angelegenheit: Kurzzeitvermietungen machen laut dem Relocation-Unternehmen Expatis etwa ein Viertel des temporären Wohnraums für entsandte Mitarbeiter in Brüssel aus. Höhere Compliance-Kosten und das Risiko rückwirkender Strafen könnten einige Gastgeber vom Markt drängen, was die Verfügbarkeit einschränkt und die Preise während EU-Gipfeln, Messewochen und Einstellungsphasen für Trainees steigen lässt.
Arbeitgeber werden daher geraten, Mietverträge sorgfältig zu prüfen, um sicherzustellen, dass die für Entsandte organisierten Unterkünfte korrekt registriert und versteuert sind. Andernfalls drohen Bußgelder, die auf das Unternehmen übergehen können, oder sogar Probleme bei der Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen, falls Steuerverbindlichkeiten von den Kommunen gemeldet werden.
Die Prüfung fügt sich auch in breitere EU-Bemühungen ein, Kurzzeitvermietungsplattformen stärker zu regulieren: Ab 2026 verpflichtet das neue Digital Services Act Airbnb dazu, die Vermieterlizenzen vor der Aufnahme von Unterkünften zu überprüfen. Brussels Fiscality hofft, mit diesem proaktiven Vorgehen die Region als „europäischen Vorreiter für fairen Tourismus“ zu positionieren. Branchenverbände warnen jedoch vor einer möglichen Verlagerung des Mietangebots in benachbarte flämische Gemeinden außerhalb der Zuständigkeit der Hauptstadt.
Quelle: The Brussels Times
Wie VisaHQ helfen kann
VisaHQ vereinfacht die Visumbeantragung für Privatpersonen und Unternehmen. Prüfen Sie die aktuellen Reisebestimmungen, bereiten Sie die erforderlichen Unterlagen vor und verwalten Sie Ihren Antrag online über das VisaHQ-Portal für Belgien.Mehr von Belgien
Alle anzeigen
Hochgeschwindigkeitszugverbindung zwischen Brüssel und Frankreich nach tödlichem Gleisvorfall ausgesetzt
Überfüllung belgischer Gefängnisse durch Ausländer befeuert Debatte über Abschiebungen und bilaterale Gefängnisabkommen