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US-Richter stoppt die Beendigung des TPS-Status für Honduras, Nepal und Nicaragua

Jan. 1, 2026
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US-Richter stoppt die Beendigung des TPS-Status für Honduras, Nepal und Nicaragua
Ein Bundesbezirksgericht in San Francisco erließ am 31. Dezember 2025 eine landesweite einstweilige Verfügung, die das Department of Homeland Security (DHS) daran hindert, den Temporary Protected Status (TPS) für rund 89.000 Staatsangehörige aus Honduras, Nepal und Nicaragua zu beenden.

Richterin Trina Thompson stellte glaubwürdige Beweise fest, dass die Beendigung von diskriminierenden Motiven geprägt war. Sie verwies auf öffentliche Äußerungen des ehemaligen Präsidenten Donald Trump und der aktuellen Heimatschutzministerin Kristi Noem, die Einwanderer aus den betroffenen Ländern in einem negativen, rassistisch gefärbten Licht darstellten. Das Urteil kam zudem zu dem Schluss, dass das DHS die Lage in den Herkunftsländern – von der Verwüstung nach Hurrikanen in Honduras bis zur politischen Instabilität in Nicaragua – nicht ausreichend bewertet hatte, bevor es entschied, dass eine Rückkehr für die Begünstigten sicher sei.

US-Richter stoppt die Beendigung des TPS-Status für Honduras, Nepal und Nicaragua


Die Verfügung stellt die Arbeitserlaubnis und den Schutz vor Abschiebung für Tausende TPS-Inhaber wieder her – viele von ihnen leben seit über zwei Jahrzehnten in den USA und sind in wichtigen Branchen wie Gesundheitswesen, Baugewerbe und Gastronomie beschäftigt. Arbeitgeber mit großen zentralamerikanischen Belegschaften vermeiden so zu Beginn des Jahres 2026 erhebliche Fluktuationen, während Personalabteilungen sicherstellen sollten, dass automatische Verlängerungen der Employment Authorization Documents (EAD) korrekt in den I-9-Formularsystemen erfasst werden.

Praktisch führt das Urteil zu unterschiedlichen Ergebnissen innerhalb der TPS-Gruppen. Der Oberste Gerichtshof erlaubte der Regierung bereits Anfang dieses Monats, den TPS für Venezuela zu beenden, sodass die Rechtsstrategie und der politische Kontext weiterhin darüber entscheiden, welche Gruppen geschützt bleiben. Multinationale Unternehmen mit Arbeitskräften unterschiedlicher Nationalitäten müssen die Entwicklungen im Einzelfall genau verfolgen und entsprechende Compliance-Kosten einplanen. Die unter der Biden-Regierung eingeführte TPS-Neuzuweisungspolitik, auf die viele Unternehmen zur Stabilisierung ihrer Belegschaften gesetzt hatten, bleibt im Vorfeld des Wahljahres ungewiss.

Obwohl mit einer Berufung der Regierung gerechnet wird, dürfte die einstweilige Verfügung für mehrere Monate in Kraft bleiben, was Arbeitgebern und betroffenen Beschäftigten Zeit verschafft, EADs zu erneuern und langfristige Einwanderungsstrategien wie Familien- oder arbeitsbasierte Sponsoringmöglichkeiten zu prüfen.
Quelle: Reuters

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