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Neues Jahr, neue Regeln: Polen macht MOS-Einreichung verpflichtend und erhöht Gebühren für Visa und Aufenthaltserlaubnisse

Jan. 2, 2026
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Neues Jahr, neue Regeln: Polen macht MOS-Einreichung verpflichtend und erhöht Gebühren für Visa und Aufenthaltserlaubnisse
Als die Uhr am 1. Januar 2026 Mitternacht schlug, aktivierte Polen die letzte – und teuerste – Phase seiner Einwanderungsreform 2025. Gemäß einer Ende Dezember vom Innenministerium erlassenen Verordnung müssen alle Anträge auf vorübergehende Aufenthaltserlaubnisse nun ausschließlich über das Online-Portal Moduł Obsługi Spraw (MOS) eingereicht und mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen werden. Papierunterlagen, die bei den Woiwodschaftsämtern eingereicht werden, werden abgelehnt und als nicht eingereicht betrachtet.

Gleichzeitig sind die staatlichen Gebühren deutlich gestiegen. Die Standardgebühr für eine Aufenthaltserlaubnis vervierfacht sich auf 400 PLN, Genehmigungen für entsandte Arbeitnehmer steigen auf 800 PLN, die Gebühren für nationale Visa (Typ D) erhöhen sich von 135 € auf 200 €, und Schengen-Visa (Typ C) kosten nun 90 €. Eine separate Verordnung des Außenministeriums vom 30. Dezember bestätigte dieselben Tarife für alle polnischen Konsulate weltweit, sodass die höheren Kosten sofort für Anträge in Singapur, Paris oder Chicago gelten.

Neues Jahr, neue Regeln: Polen macht MOS-Einreichung verpflichtend und erhöht Gebühren für Visa und Aufenthaltserlaubnisse


Für multinationale Unternehmen sind diese Änderungen mehr als nur eine buchhalterische Herausforderung. Die Personalabteilungen müssen sicherstellen, dass Entsandte ein Trusted-Profile-Login oder eine EU-eID erhalten, eine elektronische Signatur erwerben und sich im MOS-Portal zurechtfinden – Schritte, die in Spitzenzeiten bis zu einer Woche dauern können. Da das Portal während der Pilotphase zeitweise ausfiel, empfehlen Einwanderungsberater, von jedem Schritt Screenshots zu machen, um bei einem Absturz den fristgerechten Antrag nachweisen zu können.

Die finanziellen Auswirkungen sind erheblich. Eine vierköpfige Familie, die von Bangalore nach Krakau für einen dreijährigen ICT-Einsatz zieht, sieht sich nun mit staatlichen Vorauszahlungen von rund 1.060 € konfrontiert – fast das Dreifache des Vorjahres. Mehrere große Technologieunternehmen teilten VisaHQ mit, dass sie die höheren Kosten für strategische Positionen übernehmen, aber die Wirtschaftlichkeit kürzerer Einsätze neu bewerten werden.

Polen argumentiert, dass das rein digitale Modell die Bearbeitungszeiten um 30 Prozent verkürzen und Betrug reduzieren wird. Die Europäische Kommission beobachtet die Einführung als mögliches Vorbild für den gesamten Schengen-Raum. In der Zwischenzeit sollten Mobility-Manager ihre Kostenprognosen aktualisieren, MOS-Schulungen für HR-Mitarbeiter buchen und Reisende darauf hinweisen, dass Konsulatstermine in den ersten Wochen 2026 knapp sein könnten.
Quelle: VisaHQ News / Gov.pl

Wie VisaHQ helfen kann

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