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EASA warnt Fluggesellschaften – auch österreichische Airlines sollen venezolanischen Luftraum meiden

Jan. 4, 2026
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EASA warnt Fluggesellschaften – auch österreichische Airlines sollen venezolanischen Luftraum meiden
Die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) hat am 3. Januar 2026 eine Sondermeldung herausgegeben, in der alle Betreiber dringend aufgefordert werden, den Luftraum der Maiquetía-Fluginformationsregion, also den gesamten venezolanischen Luftraum, in jeder Höhe zu meiden. Die Behörde begründet dies mit dem Risiko von Boden-Luft-Raketen und unvorhersehbaren staatlichen Reaktionen nach den US-Luftangriffen am selben Tag.

Austrian Airlines, die Venezuela nicht direkt anfliegt, aber routinemäßig den nördlichen Teil Südamerikas auf der Strecke Wien–São Paulo sowie auf mehreren Codeshare-Flügen mit Star-Alliance-Partnern überfliegt, bestätigte gegenüber Global Mobility News, dass die Flugplanungsteams die transatlantischen Routen nun südöstlich von Trinidad und nördlich von Guyana umleiten. Diese Umleitung verlängert die Blockzeit um 25–35 Minuten und verursacht nach ersten Schätzungen der Airline zusätzliche Treibstoffkosten von etwa 7.000 Euro pro Rotation. Frachtspediteure, die den Frachtraum in den Bauchfächern der Wiener Flüge für hochwertige Pharmazeutika nach Brasilien nutzen, müssen mit kurzen Verlängerungen der Transitzeiten rechnen.

EASA warnt Fluggesellschaften – auch österreichische Airlines sollen venezolanischen Luftraum meiden


Die EASA-Warnung betrifft auch Geschäftsreiseflugzeuge, die von Wien, Salzburg und Innsbruck zu Wintercharterflügen in die Karibik starten. Mehrere österreichisch verwaltete Firmenflugabteilungen haben alternative Routen über die Fluginformationsregion Kap Verde eingereicht, um den Vorgaben zu entsprechen. Versicherungsmakler von Marsh Austria warnen, dass Verstöße gegen die EASA-Konfliktzonen-Informationsmeldung (CZIB) zum Erlöschen von Kasko- und Crew-Sicherheitsversicherungen führen können.

Reisebüros berichten von einem starken Anstieg an Hotline-Anrufen von österreichischen Pauschaltouristen, die Interline-Tickets nach Aruba und Curaçao über KLM gebucht haben. KLM hat nach Veröffentlichung der Meldung mehrere Karibikflüge gestrichen. Obwohl die EU-Verordnung 261 bei außergewöhnlichen geopolitischen Ereignissen keine Entschädigung vorsieht, raten Reisebüros ihren Kunden, kostenlose Umbuchungen oder Gutscheine zu verlangen und Flugstatus-Apps genau zu beobachten.

Firmen-Mobilitätsteams sollten ihre Genehmigungsprozesse vor Reisen aktualisieren, um Überflüge über Venezuela zu kennzeichnen und sicherzustellen, dass Reisekarten mit Risikoanzeigen Echtzeitwarnungen auf mobile Geräte senden. Arbeitgeber, deren Mitarbeiter die Region durchqueren – insbesondere Ingenieure aus der Öl- und Gasbranche, die nach Trinidad oder Suriname reisen – sollten längere Zwischenstopps einplanen und mögliche Hotelkosten an Drehkreuzen wie Amsterdam oder Lissabon im Budget berücksichtigen.
Quelle: FlightGlobal

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