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Irland ruft 13.000 falsch gedruckte Pässe wegen Softwarefehler zurück

Jan. 14, 2026
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Irland ruft 13.000 falsch gedruckte Pässe wegen Softwarefehler zurück
Das Außenministerium (DFA) hat einen dringenden Rückruf von 12.904 irischen Reisepässen eingeleitet, die zwischen dem 23. Dezember 2025 und dem 6. Januar 2026 gedruckt wurden. Grund dafür ist ein fehlerhaftes Software-Update, durch das die Länderkennung „IRL“ auf der Datenseite fehlt. Obwohl der Fehler auf den ersten Blick geringfügig erscheint, führen fehlende Felder der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) dazu, dass die Dokumente bei automatischen Kontrollen an eGates weltweit nicht erkannt werden. Dies kann zu zusätzlichen Kontrollen oder sogar zur Verweigerung des Boardings für die Inhaber führen.

Irische Staatsbürger, die einen der fehlerhaften Reisepässe erhalten haben, wurden per E-Mail kontaktiert und gebeten, den Pass im Customer Care Büro in der Lower Mount Street in Dublin zurückzugeben. Das DFA bietet eine Neuausstellung am selben Tag für Reisende an, die einen bevorstehenden Abflug nachweisen können. Die Ersatzpässe erhalten neue Passnummern, damit Fluggesellschaften und Grenzsysteme alte und neue Dokumente nicht verwechseln. Grenzbehörden im Schengen-Raum, Großbritannien, den USA und weiteren wichtigen Reisezielen wurden über Nacht informiert, um das Risiko zu minimieren, dass Passagiere unterwegs stranden.

Irland ruft 13.000 falsch gedruckte Pässe wegen Softwarefehler zurück


Für Unternehmen mit internationalen Einsätzen lautet die klare Empfehlung: Überprüfen Sie das Ausstellungsdatum der Reisepässe Ihrer Mitarbeiter, planen Sie für Visa-Termine in den kommenden Wochen mehr Zeit ein und erinnern Sie Reisende daran, gedruckte Reisepläne mitzuführen, falls eine vorrangige Neuausstellung nötig wird. Einwanderungsberater warnen zudem, dass bereits eingereichte Anträge für Visa und Arbeitserlaubnisse von Angehörigen mit den neuen Passnummern aktualisiert werden müssen, sobald die Pässe neu ausgestellt sind.

Der Vorfall hat erneut Forderungen nach einem speziellen Notfallfonds für den Passdienst entfacht. Die Gesamtkosten für den Neudruck sind noch nicht bekannt, Schätzungen aus der Branche gehen jedoch davon aus, dass die Kosten inklusive Kuriergebühren und Überstunden der Mitarbeiter zwei Millionen Euro übersteigen könnten. Der Fehler verdeutlicht auch die größeren Herausforderungen, vor denen das DFA steht, während es sich auf die Einführung der nächsten Generation von e-Pässen im Jahr 2027 vorbereitet. Diese sollen biometrische Gesichts- und Fingerabdruckdaten enthalten, um den neuen Anforderungen des EU-Einreise-/Ausreisesystems (EES) gerecht zu werden.

Kurzfristig sollten Mobility-Manager die Rückrufmeldung des DFA verbreiten, sicherstellen, dass Reisende für Januar und Anfang Februar keine betroffenen Pässe mitführen, und die Störung als Anlass nehmen, die Gültigkeitsprüfungen von Reisedokumenten bei ihren entsandten Mitarbeitern zu überprüfen.
Quelle: TechRadar

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