
Arbeitskämpfe breiten sich auf Belgiens Luftfracht-Drehkreuz aus. Am 27. Januar 2026 haben die liberale Gewerkschaft CGSLB und die Metallarbeitergewerkschaft FGTB Métal gemeinsam eine Streikankündigung am Flughafen Lüttich eingereicht. Grund sind chronische Personalknappheit und untragbare Arbeitsbelastungen. Lüttich wickelt jährlich über eine Million Tonnen Fracht ab und ist Europas fünftgrößtes Luftfrachtzentrum. Ein Ausfall würde Expresspakete von DHL, FedEx und Alibaba sowie den Transport von Lebendtieren und temperatursensiblen Arzneimitteln erheblich stören.
Gewerkschaftsvertreter kritisieren, dass das Management auf befristete Verträge setzt, anstatt festes Personal einzustellen. Die bestehenden Mitarbeiter stehen daher unter „ständigem Druck sowie körperlicher und psychischer Erschöpfung“. Die Gewerkschaften fordern eine konkrete Personalaufstockung und einen langfristigen Personalplan bis zur Frist am 10. Februar. An diesem Tag ist bereits eine weitere Aktion der Setca-Gewerkschaft wegen angeblich ungerechtfertigter Entlassungen geplant.
Für Unternehmen im Bereich Mobilität kommt der Zeitpunkt besonders ungünstig: Lüttich hat sich als bevorzugter Eingangspunkt für hochwertige Sendungen und Charterflüge etabliert, die per Lkw in Deutschland, den Niederlanden und Nordfrankreich weiterverteilt werden. Ein Streik würde Spediteure zwingen, auf Brüssel oder Luxemburg auszuweichen, was Kosten und Transitzeiten erhöht. Auch Passagiercharter, darunter Reisegruppen, die Lüttich als kostengünstige Alternative zu Brüssel nutzen, könnten kurzfristige Absagen erleben.
Praktische Empfehlungen für Arbeitgeber: 1) Reiseverantwortliche anweisen, in der Woche ab dem 10. Februar keine Routen über Lüttich zu buchen, sofern der Konflikt nicht beigelegt ist; 2) die Kollegen in der Lieferkette informieren, damit alternative Routen vorab genehmigt werden können; 3) Entsandte, deren Hausrat über Lüttich transportiert wird, auf mögliche Verzögerungen bei der Zollabfertigung hinweisen; 4) Gewerkschaftskommunikationen beobachten, da das belgische Arbeitsrecht bei gescheiterter Mediation nur 24 Stunden Vorankündigung für einen vollständigen Arbeitsausstand verlangt.
Gewerkschaftsvertreter kritisieren, dass das Management auf befristete Verträge setzt, anstatt festes Personal einzustellen. Die bestehenden Mitarbeiter stehen daher unter „ständigem Druck sowie körperlicher und psychischer Erschöpfung“. Die Gewerkschaften fordern eine konkrete Personalaufstockung und einen langfristigen Personalplan bis zur Frist am 10. Februar. An diesem Tag ist bereits eine weitere Aktion der Setca-Gewerkschaft wegen angeblich ungerechtfertigter Entlassungen geplant.
Für Unternehmen im Bereich Mobilität kommt der Zeitpunkt besonders ungünstig: Lüttich hat sich als bevorzugter Eingangspunkt für hochwertige Sendungen und Charterflüge etabliert, die per Lkw in Deutschland, den Niederlanden und Nordfrankreich weiterverteilt werden. Ein Streik würde Spediteure zwingen, auf Brüssel oder Luxemburg auszuweichen, was Kosten und Transitzeiten erhöht. Auch Passagiercharter, darunter Reisegruppen, die Lüttich als kostengünstige Alternative zu Brüssel nutzen, könnten kurzfristige Absagen erleben.
Praktische Empfehlungen für Arbeitgeber: 1) Reiseverantwortliche anweisen, in der Woche ab dem 10. Februar keine Routen über Lüttich zu buchen, sofern der Konflikt nicht beigelegt ist; 2) die Kollegen in der Lieferkette informieren, damit alternative Routen vorab genehmigt werden können; 3) Entsandte, deren Hausrat über Lüttich transportiert wird, auf mögliche Verzögerungen bei der Zollabfertigung hinweisen; 4) Gewerkschaftskommunikationen beobachten, da das belgische Arbeitsrecht bei gescheiterter Mediation nur 24 Stunden Vorankündigung für einen vollständigen Arbeitsausstand verlangt.
Quelle: The Brussels Times
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