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Landesweiter Bahnstreik abgesagt: Spanische Regierung erzielt 1,8-Milliarden-Euro-Sicherheitsabkommen mit Gewerkschaften

Feb. 10, 2026
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Landesweiter Bahnstreik abgesagt: Spanische Regierung erzielt 1,8-Milliarden-Euro-Sicherheitsabkommen mit Gewerkschaften
Die Pendler- und Fernverkehrszüge in Spanien kehrten am Nachmittag des 9. Februar nach einem kurzfristig erzielten Abkommen zwischen dem Verkehrsministerium und den wichtigsten Eisenbahngewerkschaften SEMA, CCOO und UGT wieder zum Normalbetrieb zurück. Damit wurde ein ursprünglich für drei Tage geplanter landesweiter Streik abgewendet. Das von Verkehrsminister Óscar Puente unterzeichnete Abkommen sieht vor, dass die Regierung in den nächsten fünf Jahren 1,8 Milliarden Euro in die Instandhaltung von Gleisen und Fahrzeugen investiert und 3.650 neue Arbeitsplätze bei der Infrastrukturgesellschaft Adif sowie dem Betreiber Renfe schafft.

Der Streik hatte über 330 AVE-Hochgeschwindigkeits- und Media-Distancia-Verbindungen von Renfe, Iryo und Ouigo lahmgelegt, wodurch Geschäftsreisende und Pendler in Madrid, Barcelona und Valencia gestrandet waren. Mindestbetriebsverordnungen sorgten dafür, dass während der Hauptverkehrszeiten nur 40 bis 45 Prozent der Züge fuhren, was Unternehmen zwang, auf Busse oder virtuelle Meetings umzusteigen. Auch der Güterverkehr, darunter Automobilkomponenten für Fabriken in Zaragoza und Valladolid, war betroffen.

Landesweiter Bahnstreik abgesagt: Spanische Regierung erzielt 1,8-Milliarden-Euro-Sicherheitsabkommen mit Gewerkschaften


Im Rahmen des Abkommens werden neue Sicherheitskomitees „kritische Infrastrukturstellen“ überwachen, und Adif wird seine Inspektionsflotte um 300 Fahrzeuge erweitern. Eine separate Vereinbarung sichert von 2026 bis 2030 eine Finanzierung von 8,1 Milliarden Euro für Adif Alta Velocidad, um den Ausbau des Hochgeschwindigkeitsnetzes nach Galicien und entlang der Baskischen Y-Achse voranzutreiben.

Für Mobilitätsmanager in Unternehmen ist die akute Krise vorerst vorbei, doch die Lehren bleiben. Der Streik zeigte, wie anfällig integrierte Lieferketten bei Ausfällen im Schienenverkehr eines einzelnen Landes sind – besonders angesichts Spaniens Bedeutung als Exporteur von Automobil- und Agrarprodukten. Notfallpläne, etwa Umleitungen über Frankreich oder kombinierte Schienen-Straßen-Optionen, sollten künftig in die Reiserisikopolitik integriert werden.

Die Gewerkschaften haben angekündigt, die Umsetzung des Abkommens genau zu überwachen und bei Nichterfüllung der Einstellungsziele erneut zu streiken. Unternehmen mit vielen Pendlern sollten daher die Kommunikationskanäle zu ihren Mitarbeitern offenhalten und an risikoreichen Tagen, insbesondere während der Osterferien, flexible Arbeitsmodelle in Betracht ziehen.
Quelle: Cadena SER / Euronews / Catalan News

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