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Regierung erzielt nächtliche Einigung zur Aussetzung des Bahnstreiks – doch Minderheitsgewerkschaften bleiben hartnäckig

Feb. 10, 2026
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Regierung erzielt nächtliche Einigung zur Aussetzung des Bahnstreiks – doch Minderheitsgewerkschaften bleiben hartnäckig
Kaum 18 Stunden nach dem ersten Zugausfall trat Spaniens Verkehrsminister Óscar Puente nach nächtlichen Verhandlungen mit SEMAF, CCOO und UGT vor die Öffentlichkeit und verkündete eine vorläufige Einigung, die den landesweiten Bahnstreik ab Dienstag, dem 10. Februar, abwendet. Im Rahmen des Abkommens wird Adif sein jährliches Budget für die Instandhaltung der Infrastruktur um 19 % erhöhen und 2.400 zusätzliche technische Mitarbeiter einstellen, während Renfe 50 Inspektoren für die neue Eisenbahnsicherheitsbehörde anstellt.

Das Abkommen verpflichtet den staatlichen Infrastrukturbetreiber zudem, vor dem Sommer eine öffentliche Sicherheitsprüfung für jede einzelne Strecke zu veröffentlichen und einen ständigen gemeinsamen Ausschuss einzurichten – bestehend aus Gewerkschaften, Betreibern und unabhängigen Ingenieuren –, der den Verkehr in Echtzeit stoppen kann, wenn Teams Erdrutsche, Überschwemmungen oder Signalstörungen melden. Ein Notfallfonds in Höhe von 100 Millionen Euro wird innerhalb von 30 Tagen für die Reparatur der Unfallstellen in Adamuz und Gelida sowie des eingleisigen Abdalajís-Tunnels auf der Achse Málaga-Córdoba bereitgestellt.

Regierung erzielt nächtliche Einigung zur Aussetzung des Bahnstreiks – doch Minderheitsgewerkschaften bleiben hartnäckig


Für die Mobilitätsteams der Unternehmen bedeutet die Einigung, dass zwei weitere Tage kompletter Stillstand vermieden werden, doch Unsicherheiten bleiben: Kleinere Gewerkschaften wie CGT und Sindicato Ferroviario lehnten den Text ab und wollen die 24-Stunden-Streiks fortsetzen, was weiterhin zu Ausfällen bei einigen Regional- und Güterzügen führen kann. Reisenden wird daher empfohlen, Abfahrten mindestens 24 Stunden im Voraus zu bestätigen und nach Möglichkeit flexible Tickets zu nutzen.

Die Entwicklung zeigt, wie schnell Spaniens attraktives, klimafreundliches Bahnnetz für multinationale Unternehmen zum Engpass werden kann. Firmen, die den Geschäftsreiseverkehr von Madrid-Barcelona-Flügen auf den AVE verlagert haben, um ESG-Ziele zu erreichen, sehen sich nun gezwungen, wieder auf Flugzeuge oder Straßenverkehr auszuweichen – was sowohl Nachhaltigkeitsziele als auch Budgets belastet.

Langfristig könnte der neue, sicherheitsorientierte Investitionsplan – mit einem Volumen von über 4 Milliarden Euro bis 2030 – die Zuverlässigkeit deutlich verbessern. Migrationsberater weisen zudem darauf hin, dass bessere Sicherheitsstandards die lang erwartete Verlängerung des internationalen AVE-Netzes von Renfe nach Frankreich und Portugal beschleunigen könnten, was die Umzugsoptionen für grenzüberschreitende Mitarbeiter erweitern würde.
Quelle: El País

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