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Italiens Kabinett verabschiedet neues hartes Migrationsgesetz mit Befugnissen für „Marineblockade“

Feb. 12, 2026
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Italiens Kabinett verabschiedet neues hartes Migrationsgesetz mit Befugnissen für „Marineblockade“
ROM – Am 11. Februar 2026 hat das Kabinett von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni ein hartes Migrationsgesetz verabschiedet, das, sollte es vom Parlament angenommen werden, den italienischen Behörden beispiellose Befugnisse einräumt, um humanitäre Rettungsschiffe und andere Migrantentransportschiffe bis zu 30 Tage (verlängerbar auf sechs Monate) daran zu hindern, in nationale Hoheitsgewässer einzufahren. Das Gesetz, das in Regierungskreisen als „Seeblockade“ bezeichnet wird, könnte den Behörden zudem erlauben, Schiffe zu beschlagnahmen und bei wiederholten Verstößen Bußgelder von bis zu 50.000 Euro zu verhängen. (apnews.com)

Die Regierung argumentiert, dass diese Abschreckung notwendig sei, um die Kontrolle über Italiens Seegrenzen zurückzugewinnen, nachdem die Ankünfte über das zentrale Mittelmeer 2025 trotz bestehender Abschreckungsmaßnahmen um 17 Prozent gestiegen sind. Innenministeriumsstatistiken zeigen mehr als 112.000 Ankünfte auf dem Seeweg im vergangenen Jahr, verglichen mit 95.000 im Jahr 2024, was die Aufnahmezentren auf Lampedusa und Sizilien stark belastet.

Italiens Kabinett verabschiedet neues hartes Migrationsgesetz mit Befugnissen für „Marineblockade“


Nach dem Gesetzentwurf könnten auf See abgefangene Migranten in Drittländer überstellt werden, die Rom im Rahmen neuer bilateraler Abkommen als „sicher“ einstuft – eine Wiederbelebung des umstrittenen Plans, Asylsuchende in zwei Zentren in Albanien zu bearbeiten, die aufgrund rechtlicher Herausforderungen bisher ungenutzt blieben. Gleichzeitig hat das Kabinett ein Umsetzungsgesetz für den neuen EU-Migrations- und Asylpakt gebilligt, der am 10. Februar in Straßburg verabschiedet wurde und die Möglichkeiten zur Umsiedlung oder Rückführung von Asylsuchenden in sichere Drittstaaten erweitert. (apnews.com)

Experten für Unternehmensmobilität raten Firmen, die auf kurzfristige Entsendungen von Nicht-EU-Personal angewiesen sind, die parlamentarische Debatte genau zu verfolgen. Sollte das Gesetz unverändert verabschiedet werden, könnten Mobilitätsteams mit strengeren Sicherheitsprüfungen für gecharterte Schiffe, intensiveren Dokumentenkontrollen in italienischen Häfen und beschleunigten politischen Diskussionen über Offshore-Verfahren rechnen, die letztlich auch EU-weite Regelungen beeinflussen könnten. NGOs haben unterdessen angekündigt, rechtliche Schritte einzuleiten und argumentieren, die Blockade verstoße gegen maritime Rettungskonventionen.

Für Arbeitgeber, die Talente nach Italien entsenden, ist das Gesamtbild zwiespältig: Während die regulären Arbeitsmigrationsquoten für 2026 mit 164.850 auf einem Rekordniveau liegen, signalisiert das neue Gesetz, dass irreguläre Einreisewege noch stärker bekämpft werden – was die Arbeit globaler Mobilitätsmanager erschwert, die in einem Umfeld verschärfter Kontrollen die Einhaltung von Visa- und Arbeitserlaubnisvorschriften sicherstellen müssen.
Quelle: ANSA / Associated Press

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