
Umwelt- und Klimawandel Kanada gab am 21. Februar 2026 für die meisten Gebiete der Maritimes Wintersturmwarnungen heraus, da das mächtige System, das den Nordosten der USA unter einer Schneedecke begrub, sich nun auf Nova Scotia, New Brunswick, Prince Edward Island und den östlichen Teil von Neufundland zubewegt. Fluggesellschaften strichen vorsorglich dutzende Flüge am Halifax Stanfield International Airport, während Marine Atlantic mehrere Fährverbindungen absagte. Gemeinden von Halifax bis Charlottetown verhängten Parkverbote und warnten die Bevölkerung vor Windböen bis zu 80 km/h sowie möglichen Küstenüberschwemmungen. Der Sturm – bereits südlich der Grenze als „Blizzard von 2026“ bezeichnet – entstand am 20. Februar und soll Teile von Cape Breton mit 30 bis 45 cm Schnee bedecken, bevor er in den Sankt-Lorenz-Golf zieht. Die provinziellen Notfallzentren aktivierten Bereitschaftsteams, und Nova Scotia Power kündigte an, bei Stromausfällen über den erwarteten Umfang hinaus, Hilfsteams aus Québec zu mobilisieren. Für den grenzüberschreitenden Logistikverkehr könnte das Timing kaum ungünstiger sein: Der Samstag ist ein Spitzenübergabetag für US-Paketdienste, die kanadische Zustellnetzwerke beliefern; mehrere Unternehmen leiten ihre LKWs über Québec um, um Whiteout-Bedingungen auf dem Trans-Canada Highway zwischen Moncton und Amherst zu vermeiden. Die Bahnbetreiber CN und VIA ordneten eine Geschwindigkeitsreduzierung östlich von Moncton an, und der US-Zoll (CBP) warnte, dass der kommerzielle Verkehr an der Grenze Calais–St. Stephen bei Sichtweiten unter 200 Metern zeitweise gestoppt werden könnte. Reiseversicherer raten Firmenreisemanagern, ihre Mitarbeiter daran zu erinnern, dass die meisten Policen keine Deckung für „bekannte Ereignisse“ bieten, sobald offizielle Warnungen veröffentlicht sind; Umbuchungskosten nach dem 21. Februar könnten daher nicht erstattungsfähig sein. Unternehmen mit wichtigen Wartungsteams für Offshore-Energieplattformen setzen auf frühere Flüge oder Umleitungen über St. John’s, da für den 22. Februar mit Start- und Landebahnsperrungen gerechnet wird. Obwohl Atlantik-Kanadier mit Winterwetter vertraut sind, weisen Meteorologen darauf hin, dass ein gleichzeitig auftretender Hochwasserzyklus die Auswirkungen der Sturmflut verschärfen könnte. Küstennahe LNG- und Containeranlagen haben schwere Geräte vorsorglich ins Landesinnere verlegt. Die endgültigen wirtschaftlichen Folgen hängen davon ab, wie schnell Flughäfen und Straßen am Montag wieder geöffnet werden.
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