
Bei seiner wöchentlichen Sitzung am 24. Februar 2026 bestätigte der spanische Ministerrat die Verlängerung des vorübergehenden Schutzregimes für durch den Krieg in der Ukraine Vertriebene um weitere zwölf Monate bis zum 4. März 2027. Die Ministerin für Inklusion, Soziale Sicherheit und Migration, Elma Saiz, erinnerte gegenüber Journalisten daran, dass Spanien bereits mehr als 264.000 Ukrainerinnen und Ukrainer Schutz gewährt hat – damit ist das Land der viertgrößte Aufnahmestaat in der Europäischen Union.
Die Verlängerung bedeutet, dass derzeitige Schutzberechtigte ihr Recht auf Aufenthalt und Arbeit in Spanien behalten, ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen. Neuankömmlinge, die die EU-Kriterien erfüllen, können zudem innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ankunft in einem der staatlichen CREADE-Einrichtungen automatisch eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten.
Hintergrund: Die EU-Richtlinie zum vorübergehenden Schutz wurde im März 2022 aktiviert und bietet den Mitgliedstaaten eine schnelle rechtliche Grundlage, um ukrainische Staatsangehörige und bestimmte Drittstaatsangehörige, die vor dem Konflikt fliehen, aufzunehmen. Spanien setzte die Regelung durch das Königliche Dekretgesetz 6/2022 um und richtete vier CREADE-Zentren in Madrid, Barcelona, Alicante und Málaga ein, die biometrische Daten erfassen, NIE-Nummern ausstellen, Sozialversicherungsdaten anlegen sowie Gesundheitskarten und Schulplätze organisieren. Laut Innenministerium ist die Zahl der in das spanische Sozialversicherungssystem aufgenommenen Ukrainer im vergangenen Jahr um 26,4 % gestiegen, was die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Maßnahme unterstreicht.
Praktische Auswirkungen für Arbeitgeber:
• Arbeitserlaubnisse gelten weiterhin in allen Branchen und Regionen, sodass Unternehmen geschützte Personen ohne gesonderte Arbeitsmarktprüfung einstellen können.
• Die Anmeldung bei der Sozialversicherung kann online über das RED-System erfolgen, sobald die NIE des Mitarbeiters aktiviert ist.
• Arbeitgeber sollten bei der Ausstellung der erneuerten „tarjeta de identidad de extranjero“ (TIE) in den kommenden Monaten das verlängerte Gültigkeitsdatum überprüfen.
Für die ukrainischen Begünstigten bietet die Verlängerung in einer kritischen Phase Stabilität: Sie können sich für berufliche Weiterbildungen anmelden, Wohnbeihilfen verlängern und ihre mittel- bis langfristige Integration planen. Studierende, die volljährig geworden sind, behalten zudem ihren Weg vom Studium in den Beruf. Migrationsrechtler erwarten 2027 einen Anstieg der Anträge auf die zweijährige EU-Langzeitaufenthaltskarte, wenn viele Begünstigte die fünfjährige Aufenthaltsdauer erreichen.
Die Entscheidung Spaniens sendet auch ein politisches Signal nach Brüssel vor den Verhandlungen zum neuen Migrations- und Asylpakt der EU. Madrid setzt sich dafür ein, dass Instrumente des vorübergehenden Schutzes auch bei künftigen Krisen verfügbar bleiben, und betont den wirtschaftlichen Nutzen eines schnellen Zugangs zum Arbeitsmarkt in einer alternden Gesellschaft wie Spanien. Da der Krieg kein absehbares Ende nimmt, bereitet die Regierung Notfallbudgets vor, um die CREADE-Zentren offen zu halten und die Koordination der regionalen Bildungs- und Gesundheitsdienste sicherzustellen.
Unternehmen mit mobilen Belegschaften sollten ihre reisenden Mitarbeitenden darüber informieren, dass ukrainische Kolleginnen und Kollegen weiterhin volle Mobilität innerhalb des Schengen-Raums gemäß Artikel 11 der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz genießen, dabei aber stets einen gültigen Reisepass und ihre spanische TIE bei Grenzübertritten mitführen müssen.
Die Verlängerung bedeutet, dass derzeitige Schutzberechtigte ihr Recht auf Aufenthalt und Arbeit in Spanien behalten, ohne einen neuen Antrag stellen zu müssen. Neuankömmlinge, die die EU-Kriterien erfüllen, können zudem innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach Ankunft in einem der staatlichen CREADE-Einrichtungen automatisch eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis erhalten.
Hintergrund: Die EU-Richtlinie zum vorübergehenden Schutz wurde im März 2022 aktiviert und bietet den Mitgliedstaaten eine schnelle rechtliche Grundlage, um ukrainische Staatsangehörige und bestimmte Drittstaatsangehörige, die vor dem Konflikt fliehen, aufzunehmen. Spanien setzte die Regelung durch das Königliche Dekretgesetz 6/2022 um und richtete vier CREADE-Zentren in Madrid, Barcelona, Alicante und Málaga ein, die biometrische Daten erfassen, NIE-Nummern ausstellen, Sozialversicherungsdaten anlegen sowie Gesundheitskarten und Schulplätze organisieren. Laut Innenministerium ist die Zahl der in das spanische Sozialversicherungssystem aufgenommenen Ukrainer im vergangenen Jahr um 26,4 % gestiegen, was die arbeitsmarktpolitische Bedeutung der Maßnahme unterstreicht.
Praktische Auswirkungen für Arbeitgeber:
• Arbeitserlaubnisse gelten weiterhin in allen Branchen und Regionen, sodass Unternehmen geschützte Personen ohne gesonderte Arbeitsmarktprüfung einstellen können.
• Die Anmeldung bei der Sozialversicherung kann online über das RED-System erfolgen, sobald die NIE des Mitarbeiters aktiviert ist.
• Arbeitgeber sollten bei der Ausstellung der erneuerten „tarjeta de identidad de extranjero“ (TIE) in den kommenden Monaten das verlängerte Gültigkeitsdatum überprüfen.
Für die ukrainischen Begünstigten bietet die Verlängerung in einer kritischen Phase Stabilität: Sie können sich für berufliche Weiterbildungen anmelden, Wohnbeihilfen verlängern und ihre mittel- bis langfristige Integration planen. Studierende, die volljährig geworden sind, behalten zudem ihren Weg vom Studium in den Beruf. Migrationsrechtler erwarten 2027 einen Anstieg der Anträge auf die zweijährige EU-Langzeitaufenthaltskarte, wenn viele Begünstigte die fünfjährige Aufenthaltsdauer erreichen.
Die Entscheidung Spaniens sendet auch ein politisches Signal nach Brüssel vor den Verhandlungen zum neuen Migrations- und Asylpakt der EU. Madrid setzt sich dafür ein, dass Instrumente des vorübergehenden Schutzes auch bei künftigen Krisen verfügbar bleiben, und betont den wirtschaftlichen Nutzen eines schnellen Zugangs zum Arbeitsmarkt in einer alternden Gesellschaft wie Spanien. Da der Krieg kein absehbares Ende nimmt, bereitet die Regierung Notfallbudgets vor, um die CREADE-Zentren offen zu halten und die Koordination der regionalen Bildungs- und Gesundheitsdienste sicherzustellen.
Unternehmen mit mobilen Belegschaften sollten ihre reisenden Mitarbeitenden darüber informieren, dass ukrainische Kolleginnen und Kollegen weiterhin volle Mobilität innerhalb des Schengen-Raums gemäß Artikel 11 der Richtlinie zum vorübergehenden Schutz genießen, dabei aber stets einen gültigen Reisepass und ihre spanische TIE bei Grenzübertritten mitführen müssen.
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