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Hafen von Barcelona schreibt neue Terminal aus und vergibt Auftrag im Wert von 4 Mio. € für den Einsatz von EES/ETIAS-Grenztechnologie

März 1, 2026
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Hafen von Barcelona schreibt neue Terminal aus und vergibt Auftrag im Wert von 4 Mio. € für den Einsatz von EES/ETIAS-Grenztechnologie
Der Hafen von Barcelona nutzte den Feiertag am 28. Februar, um zwei mobilitätsrelevante Ausschreibungen zu starten: eine 16-jährige Konzession für ein 87.000 m² großes Mehrzweck-Frachtterminal am Príncep d’Espanya-Kai und, besonders wichtig für Reiseanbieter, einen 4,04 Millionen Euro schweren Auftrag zur Installation automatisierter Grenzkontrollsysteme, die den EU-Einreise-/Ausreisesystem (EES) und das kommende ETIAS-Reisegenehmigungsverfahren erfüllen. Der Zuschlag ging an ein Joint Venture von Inetum España und Ambar Seguridad y Energía. Das Projekt sieht die Nachrüstung der Kreuzfahrtterminals C, E, G und H sowie der Fährhallen mit biometrischen Selbstbedienungskiosken, E-Gates, mobilen Tablets für Beamte und speziellen Kontrollräumen vor. 75 % der Finanzierung stammen aus dem EU-Instrument für Grenzmanagement und Visapolitik, was den Willen Brüssels unterstreicht, alle spanischen See- und Luftgrenzen bis zur Frist im April 2026 EES-fähig zu machen. Für Kreuzfahrtveranstalter bedeutet das Upgrade einen entscheidenden Fortschritt: Schiffe, die Barcelona anlaufen, können Drittstaatsangehörige bereits unterwegs vorregistrieren und bei der Ankunft über separate Kontrollspuren leiten, wodurch die stundenlangen Warteschlangen, wie sie im letzten Herbst durch manuelle Dateneingabe entstanden, vermieden werden. Fährunternehmen mit Verbindungen nach Marokko, Italien und auf die Balearen profitieren von ähnlichen Effizienzgewinnen, sobald die Kioske auch in den Ro-Pax-Anlagen für Fahrer ohne Beifahrer eingeführt sind. Die Hafenleitung betont, dass der Konzessionär die Ausrüstung elektrifizieren und Solardächer installieren muss, um den Ausbau an den Dekarbonisierungsplan des Hafens anzupassen. Logistikunternehmen begrüßen die Vorgabe, ein Mindestvolumen an nicht-containerisierter Fracht aufrechtzuerhalten, um ein reines Passagiermonopol zu vermeiden, das den Lkw-Verkehr auf den ohnehin überlasteten Straßen erhöhen würde. Firmen, die Mitarbeiter oder Projektfracht über Barcelona transportieren, sollten Reisende über die biometrische Erfassung (vier Fingerabdrücke und Gesichtsscanner) informieren und sicherstellen, dass Geschäftsreisende die ETIAS-Genehmigung einholen, sobald das Reisegenehmigungssystem später in diesem Jahr verpflichtend wird.
Quelle: World Port Development

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