
Das Innenministerium bestätigte am 5. März 2026, dass die Einkommensgrenze für Kernkompetenzen (Core Skills Income Threshold, CSIT) beim Temporary Skill Shortage-Visum (Subclass 482) ab dem 1. Juli 2026 von 76.515 AU$ auf 79.499 AU$ steigt. Die Einkommensgrenze für Spezialistenfähigkeiten (Specialist Skills Income Threshold, SSIT), die dem dauerhaften Employer Nomination Scheme-Visum (Subclass 186) zugrunde liegt, wird von 141.210 AU$ auf 146.717 AU$ angehoben. Da diese Schwellenwerte in den Migrationsvorschriften verankert sind, passen sie sich jährlich ohne gesonderte Gesetzgebung an – der Anstieg von 3,9 % in diesem Jahr ist jedoch der größte seit 2023. Arbeitgeber, die Nominierungen für das Geschäftsjahr 2026-27 planen, haben daher nur ein kurzes Zeitfenster, um noch zu den aktuellen Gehaltsgrenzen einzureichen. Große multinationale Unternehmen teilten Mobility News mit, dass die Budgets für entsandte Mitarbeiter bereits überarbeitet werden. Firmen in regionalen Gebieten, wo die Lohnstrukturen flacher sind, sorgen sich um die Einhaltung der höheren Anforderungen. Migrationsanwälte weisen zudem darauf hin, dass bestehende Inhaber der Visa 482 und 186 nicht betroffen sind, Sponsoren jedoch die Gehälter am neuen CSIT ausrichten sollten, um Compliance-Risiken zu vermeiden. Praktische Maßnahmen für Personalabteilungen sind unter anderem, Angebote vorzuziehen, Kostenkalkulationen zu aktualisieren und die Finanzabteilungen zu informieren, damit Expat-Pakete wettbewerbsfähig und regelkonform bleiben. Bewerber im Ausland sollten darauf hingewiesen werden, dass Nominierungsablehnungen bei Gehältern unterhalb der Schwelle automatisch erfolgen, weshalb eine präzise Arbeitsmarktprüfung und Gehaltsbenchmarking unerlässlich sind.
Quelle: Getting Down Under