
Nur noch etwas mehr als zwei Monate bis zum Anpfiff der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 – doch US-Konsularbeamte können noch immer nicht sagen, wie viele ausländische Fans unter den neuen Reisebeschränkungen in die USA einreisen dürfen. Im Gespräch mit KERA News bestätigte die stellvertretende Sprecherin des Außenministeriums, Mignon Houston, dass 50 Länder mit hoher Überziehungsrate nun eine rückzahlbare Kautionszahlung von 5.000, 10.000 oder 15.000 US-Dollar für jedes ausgestellte B-1/B-2-Visum leisten müssen. Weitere 39 Länder sind ganz oder teilweise von der Einreise ausgeschlossen. Spieler, Trainer und deren unmittelbare Familienangehörige sind von dieser Regelung ausgenommen, doch gewöhnliche Fans – von denen viele bereits Tickets gekauft und nicht erstattungsfähige Reservierungen vorgenommen haben – müssen die Kaution hinterlegen, bevor ein US-Konsulat ihr Visum ausstellt.
Houston räumte ein, dass das Außenministerium „noch keine verlässlichen Prognosen“ darüber habe, wie viele Antragsteller abgeschreckt werden und welche Einnahmeverluste den Gastgeberstädten drohen, falls große Fangruppen aus Afrika, Asien und der Karibik fernbleiben. Besonders betroffen ist Texas: Dallas (Arlington) soll neun Spiele ausrichten, und die lokalen Veranstalter rechnen mit rund sechs Millionen Besuchern und mindestens zwei Milliarden US-Dollar direkter Ausgaben.
Analysten warnen, dass die Kaution die Kosten für eine Familienreise um mehrere Tausend Dollar erhöhen könnte, was Fans aus Ländern wie Senegal, Tunesien und Kap Verde faktisch ausschließt. Reiseveranstalter raten bereits ihren Firmenkunden, für die Einhaltung der Einwanderungsbestimmungen 10 bis 15 Prozent mehr Budget einzuplanen und längere Vorlaufzeiten für Gruppenreisen zu berücksichtigen.
Um die Auswirkungen abzumildern, haben FIFA und das Außenministerium im März stillschweigend „FIFA PASS“ eingeführt – eine beschleunigte Terminvergabe, die es Ticketinhabern ermöglicht, den frühestmöglichen Visumstermin zu buchen. Das Programm hebt jedoch nicht die Kautionspflicht auf; Reisende aus den betroffenen Ländern müssen den vollen Betrag vor dem Interview überweisen. Zudem garantiert FIFA PASS weder eine Visumerteilung noch die rechtzeitige Ausstellung vor einem Spiel.
Einwanderungsanwälte sehen in der Regelung einen Trend, finanzielle Sicherheiten als Durchsetzungsinstrument zu nutzen. „Die Kaution ist im Grunde eine Sicherheitsleistung für die rechtmäßige Ausreise“, erklärt Sarah Pierce, eine auf Geschäftsimmigration spezialisierte Anwältin aus Washington. „Sollte die Regelung rechtlich Bestand haben, ist mit ähnlichen Mechanismen in anderen Nicht-Einwanderungsvisa-Kategorien wie Studenten- und Trainee-Visa zu rechnen.“
Firmen, die Incentive-Reisen oder Führungstreffen rund um das Turnier planen, empfiehlt Pierce, sofort eine Überprüfung der Staatsangehörigkeiten durchzuführen, Reisende über die neuen Kosten zu informieren und Rücklagen für kurzfristige Umbuchungen bereitzustellen.
Trotz der Unsicherheiten bleiben die lokalen Verantwortlichen optimistisch. „Wir erwarten weiterhin Rekordbesuche“, sagte Houston und verwies auf die starke Nachfrage aus Europa und Amerika, wo die Kautionsregel nicht gilt. Doch bis die ersten Fans im Juni nächsten Jahres den Zoll passieren, bleibt die tatsächliche wirtschaftliche Auswirkung des neuen US-Einreisezahlungsmodells ungewiss.
Houston räumte ein, dass das Außenministerium „noch keine verlässlichen Prognosen“ darüber habe, wie viele Antragsteller abgeschreckt werden und welche Einnahmeverluste den Gastgeberstädten drohen, falls große Fangruppen aus Afrika, Asien und der Karibik fernbleiben. Besonders betroffen ist Texas: Dallas (Arlington) soll neun Spiele ausrichten, und die lokalen Veranstalter rechnen mit rund sechs Millionen Besuchern und mindestens zwei Milliarden US-Dollar direkter Ausgaben.
Analysten warnen, dass die Kaution die Kosten für eine Familienreise um mehrere Tausend Dollar erhöhen könnte, was Fans aus Ländern wie Senegal, Tunesien und Kap Verde faktisch ausschließt. Reiseveranstalter raten bereits ihren Firmenkunden, für die Einhaltung der Einwanderungsbestimmungen 10 bis 15 Prozent mehr Budget einzuplanen und längere Vorlaufzeiten für Gruppenreisen zu berücksichtigen.
Um die Auswirkungen abzumildern, haben FIFA und das Außenministerium im März stillschweigend „FIFA PASS“ eingeführt – eine beschleunigte Terminvergabe, die es Ticketinhabern ermöglicht, den frühestmöglichen Visumstermin zu buchen. Das Programm hebt jedoch nicht die Kautionspflicht auf; Reisende aus den betroffenen Ländern müssen den vollen Betrag vor dem Interview überweisen. Zudem garantiert FIFA PASS weder eine Visumerteilung noch die rechtzeitige Ausstellung vor einem Spiel.
Einwanderungsanwälte sehen in der Regelung einen Trend, finanzielle Sicherheiten als Durchsetzungsinstrument zu nutzen. „Die Kaution ist im Grunde eine Sicherheitsleistung für die rechtmäßige Ausreise“, erklärt Sarah Pierce, eine auf Geschäftsimmigration spezialisierte Anwältin aus Washington. „Sollte die Regelung rechtlich Bestand haben, ist mit ähnlichen Mechanismen in anderen Nicht-Einwanderungsvisa-Kategorien wie Studenten- und Trainee-Visa zu rechnen.“
Firmen, die Incentive-Reisen oder Führungstreffen rund um das Turnier planen, empfiehlt Pierce, sofort eine Überprüfung der Staatsangehörigkeiten durchzuführen, Reisende über die neuen Kosten zu informieren und Rücklagen für kurzfristige Umbuchungen bereitzustellen.
Trotz der Unsicherheiten bleiben die lokalen Verantwortlichen optimistisch. „Wir erwarten weiterhin Rekordbesuche“, sagte Houston und verwies auf die starke Nachfrage aus Europa und Amerika, wo die Kautionsregel nicht gilt. Doch bis die ersten Fans im Juni nächsten Jahres den Zoll passieren, bleibt die tatsächliche wirtschaftliche Auswirkung des neuen US-Einreisezahlungsmodells ungewiss.
Quelle: HPPR / KERA News
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