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Adriatische Hauptstrecke nach Erdrutsch bei Petacciato wieder geöffnet, Fahrplanchaos hält an

Apr. 11, 2026
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Adriatische Hauptstrecke nach Erdrutsch bei Petacciato wieder geöffnet, Fahrplanchaos hält an
Gute Nachrichten für die Nord-Süd-Verbindung: Der Adriatische Eisenbahnkorridor zwischen Termoli und Montenero di Bisaccia wurde am 10. April 2026 um 6:00 Uhr nach Notfall-Erdrutscharbeiten zur Stabilisierung des Petacciato-Erdrutsches wieder freigegeben. Die Sperrung hatte eine wichtige Verkehrsader für Güter- und Personenverkehr 48 Stunden lang unterbrochen, wodurch Trenitalia Intercity-Züge über Rom umleiten und Pendler im Molise mit Bussen ersetzen musste. La Stampa berichtet, dass der Verkehr „allmählich wieder anläuft“, jedoch führen Geschwindigkeitsbeschränkungen und eingleisiger Betrieb zu Verzögerungen von bis zu 70 Minuten. Der Hang oberhalb der Strecke rutschte nach heftigen Frühlingsregen ab, wodurch Gleise verbogen und Signalmasten umgestürzt wurden. Geologen von RFI installierten Neigungsmesser und einen 120 Meter langen Steinschlagschutzzaun, bevor sie den eingeschränkten Verkehr freigaben, warnen jedoch, dass weitere Regenfälle erneute Sperrungen auslösen könnten. Der Vorfall zeigt die Verwundbarkeit der Infrastruktur an Italiens Ostküste, wo Meereskliff-Erosion und instabile Lehmböden auf wichtige Logistikkorridore treffen, die von Automobilexporteuren über die Häfen Ancona und Bari genutzt werden. Für die Mobilitätsteams der Unternehmen bedeutet die Wiedereröffnung, dass Expat-Mitarbeiter wieder ohne Umweg über die stark ausgelastete Hochgeschwindigkeitsstrecke Florenz-Rom zwischen den nördlichen Hauptquartieren und südlichen Werken pendeln können. Spediteure rechnen jedoch mit drei Tagen Rückstau, bevor der reguläre Wagenverkehr wieder aufgenommen wird, was Just-in-Time-Lieferungen an den Luft- und Raumfahrtcluster in Abruzzen verzögern könnte. Versicherer raten Unternehmen, ihre Betriebsunterbrechungsklauseln zu prüfen, da Erdrutsch-bedingte Zugausfälle als höhere Gewalt gelten. Langfristig hat RFI 400 Millionen Euro für Erdrutschschutzmaßnahmen auf der Achse Bologna-Lecce vorgesehen, darunter Drainagetunnel und Fernsensor-Netzwerke. Umweltverbände fordern die Regierung auf, die Arbeiten zu beschleunigen, da Klimamodelle bis 2030 einen Anstieg extremer Regenfälle im Molise um 30 % prognostizieren. Reisende können die ViaggiaTreno-App für aktuelle Informationen nutzen; Trenitalia akzeptiert Tickets auf Ausweichstrecken bis zum 14. April.
Quelle: La Stampa

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