
Australien setzt bei der arbeitgebergesponserten Migration auf einen Neuanfang: Innenminister Tony Burke hat ein Gesetz unterzeichnet, das ab dem 18. April 2026 das neue dreistufige „Skills in Demand“ (SID)-Visumssystem in Kraft setzt. Die Reform ersetzt das lange kritisierte Temporary Skill Shortage (Subclass 482)-Visum durch drei klar definierte Kategorien: 1) Spezialisten mit einem Mindestgehalt von 135.000 AUD; 2) Kernkompetenzen für Berufe auf einer überarbeiteten, in Echtzeit aktualisierten Liste; und 3) Essenzielle Fähigkeiten / Arbeitsvereinbarungen für regions- oder branchenspezifische Engpässe. Die Mindestanforderung an Berufserfahrung wurde von zwei auf ein Jahr gesenkt, um auch Berufseinsteigern den Zugang zu erleichtern.
Ein zentrales Merkmal ist das neue Jobwechsel-Fenster: Visuminhaber, die ihren Arbeitgeber wechseln, haben nun 180 Tage statt bisher 60, um eine neue Sponsoringstelle zu finden, ohne einen komplett neuen Antrag stellen zu müssen. Canberra sieht darin einen Schutz vor Ausbeutung, da Migranten so Zeit für bessere Vertragsverhandlungen erhalten, während durch verschärfte Überwachungsbefugnisse gegenüber Arbeitgebern – inklusive Bußgeldern und Visumsstreichungen bei Fehlverhalten – die Einhaltung sichergestellt wird.
Auch die Einkommensgrenzen wurden modernisiert: Sowohl die Schwelle für Kernkompetenzen als auch die für Spezialisten werden künftig jährlich an die durchschnittlichen Einkommensdaten angepasst, um einen realen Mindestlohn sicherzustellen. Bundesstaaten und Territorien passen ihre Nominierungsprogramme bereits an die neue Struktur an, wobei Westaustralien Gesundheitsfachkräfte priorisiert und das Northern Territory vor der Hauptsaison Quoten im Gastgewerbe wieder öffnet.
Für Unternehmen bedeutet die Umstellung schnellere Bearbeitungszeiten: Das Innenministerium rechnet damit, dass 75 Prozent der SID-Visa innerhalb von 21 Tagen nach Abbau der Übergangsstaus bearbeitet werden. Multinationale Konzerne begrüßen die klaren Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung: Migranten aus den Kern- und Spezialisten-Kategorien können bereits nach zwei statt drei Jahren eine PR beantragen, wobei auch Zeiten der Arbeitslosigkeit innerhalb der 180-Tage-Frist angerechnet werden.
Migrationsberater erwarten eine steigende Nachfrage vor allem bei Start-ups und Wachstumsunternehmen, die um Softwareentwickler, Datenwissenschaftler und Spezialisten für fortschrittliche Fertigung konkurrieren. Praktisch sollten Personalabteilungen ihre Verfahren zur Arbeitsmarktprüfung überprüfen, Arbeitsverträge an die neuen Mindestlöhne anpassen und neue Mitarbeitende über die verlängerten Jobwechsel-Regeln informieren.
Analysten prognostizieren, dass das SID-Visum zum „Arbeitspferd“ der australischen Fachkräfte-Importstrategie wird und jährlich rund 70.000 Einwanderer anzieht – mit positiven Effekten auf Wohnungsnachfrage und Bevölkerungswachstum in den Regionen.
Ein zentrales Merkmal ist das neue Jobwechsel-Fenster: Visuminhaber, die ihren Arbeitgeber wechseln, haben nun 180 Tage statt bisher 60, um eine neue Sponsoringstelle zu finden, ohne einen komplett neuen Antrag stellen zu müssen. Canberra sieht darin einen Schutz vor Ausbeutung, da Migranten so Zeit für bessere Vertragsverhandlungen erhalten, während durch verschärfte Überwachungsbefugnisse gegenüber Arbeitgebern – inklusive Bußgeldern und Visumsstreichungen bei Fehlverhalten – die Einhaltung sichergestellt wird.
Auch die Einkommensgrenzen wurden modernisiert: Sowohl die Schwelle für Kernkompetenzen als auch die für Spezialisten werden künftig jährlich an die durchschnittlichen Einkommensdaten angepasst, um einen realen Mindestlohn sicherzustellen. Bundesstaaten und Territorien passen ihre Nominierungsprogramme bereits an die neue Struktur an, wobei Westaustralien Gesundheitsfachkräfte priorisiert und das Northern Territory vor der Hauptsaison Quoten im Gastgewerbe wieder öffnet.
Für Unternehmen bedeutet die Umstellung schnellere Bearbeitungszeiten: Das Innenministerium rechnet damit, dass 75 Prozent der SID-Visa innerhalb von 21 Tagen nach Abbau der Übergangsstaus bearbeitet werden. Multinationale Konzerne begrüßen die klaren Wege zur dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung: Migranten aus den Kern- und Spezialisten-Kategorien können bereits nach zwei statt drei Jahren eine PR beantragen, wobei auch Zeiten der Arbeitslosigkeit innerhalb der 180-Tage-Frist angerechnet werden.
Migrationsberater erwarten eine steigende Nachfrage vor allem bei Start-ups und Wachstumsunternehmen, die um Softwareentwickler, Datenwissenschaftler und Spezialisten für fortschrittliche Fertigung konkurrieren. Praktisch sollten Personalabteilungen ihre Verfahren zur Arbeitsmarktprüfung überprüfen, Arbeitsverträge an die neuen Mindestlöhne anpassen und neue Mitarbeitende über die verlängerten Jobwechsel-Regeln informieren.
Analysten prognostizieren, dass das SID-Visum zum „Arbeitspferd“ der australischen Fachkräfte-Importstrategie wird und jährlich rund 70.000 Einwanderer anzieht – mit positiven Effekten auf Wohnungsnachfrage und Bevölkerungswachstum in den Regionen.
Quelle: Australia Times
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