
Chinas lange brachliegender Auslandsreisesektor erlebt eine kräftige Erholung. Laut aktuellen Daten für das erste Quartal, veröffentlicht vom globalen Visa-Dienstleister VFS Global, liegen die Anträge in den chinesischen Zentren nun „fast wieder auf dem Niveau vor der Pandemie“. Die Anträge für den Schengen-Raum stiegen im Jahresvergleich um 20 Prozent, während die Nachfrage für Großbritannien, die USA und Kanada zweistellig wuchs. Rentner – viele von ihnen buchen längere Kulturreisen oder Kreuzfahrten – machen bereits mehr als ein Drittel aller chinesischen Antragsteller aus.
Hinter diesen Zahlen steht eine Reihe von politischen Änderungen, die Ende 2025 begonnen haben: einseitige 30-Tage-Visumfreistellungen für über 40 überwiegend europäische Länder, gesenkte chinesische Visagebühren in vielen Auslandsvertretungen sowie ein vereinfachter Online-Terminplan, der die Wartezeiten für die Dokumentenabholung verkürzt hat. Die Nachfrage aus der Wirtschaft folgte schnell. Geschäftsreisen in Deutschlands Industrieregionen und zu Italiens Luxusgüterzentren erreichen laut VFS inzwischen ein Volumen, das mit dem der Studentenreisen vergleichbar ist.
Die Fluggesellschaften reagieren darauf: Chinesische Airlines werden ihre Kapazitäten für Flüge nach Europa in der Sommer-Herbst-Saison 2026 um 12 Prozent erhöhen, wobei Frankfurt, Mailand und Zürich die größten Profiteure sind. Für multinationale Unternehmen ist die Erholung mehr als nur eine Freizeitgeschichte. Persönliche Geschäftsabschlüsse, die seit 2020 weitgehend zum Erliegen gekommen waren, nehmen wieder Fahrt auf. Sekundäre europäische Volkswirtschaften wie Ungarn, Polen und Lettland – von VFS als am schnellsten wachsende Ziele hervorgehoben – setzen verstärkt auf chinesische Investitionen; ihre Handelsförderagenturen planen nun Themenwochen, um den Aufschwung zu nutzen. Dienstleister von Steuerberatern bis zu Umzugsspezialisten berichten, dass die Anfragen wieder das Niveau von 2018 erreichen.
Für Manager der Unternehmensmobilität ergeben sich zahlreiche praktische Konsequenzen. Termine in beliebten Visazentren (Peking, Shanghai, Guangzhou) sind wieder zwei bis drei Wochen im Voraus ausgebucht, daher ist eine frühzeitige Planung entscheidend. Personalabteilungen sollten auch die Flugpreisentwicklungen im Auge behalten: Hohe Kerosinpreise führen dazu, dass Economy-Tickets zu Langstreckenzielen 18 bis 20 Prozent teurer sind als 2025, was die Reisekosten ohne frühzeitige Absicherung stark erhöht. Schließlich sollten Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, die Einreisebestimmungen des Gastlandes überprüfen – Italien etwa führt ab dem 1. Juni 2026 eine biometrische Erfassung für nationale Arbeitserlaubnisse ein.
Da die Konsumentenstimmung in China im Inland weiterhin fragil ist, sehen politische Entscheidungsträger die Auslandsreiseausgaben als Ventil zur Entlastung. Hält die aktuelle Dynamik an, erwartet VFS, dass das chinesische Festland noch vor Jahresende das Rekordniveau der Auslandsreisen von 2019 übertrifft – ein Ergebnis, das die globalen Tourismusströme neu ordnen und Chinas Verhandlungsposition im Luftverkehr stärken würde.
Hinter diesen Zahlen steht eine Reihe von politischen Änderungen, die Ende 2025 begonnen haben: einseitige 30-Tage-Visumfreistellungen für über 40 überwiegend europäische Länder, gesenkte chinesische Visagebühren in vielen Auslandsvertretungen sowie ein vereinfachter Online-Terminplan, der die Wartezeiten für die Dokumentenabholung verkürzt hat. Die Nachfrage aus der Wirtschaft folgte schnell. Geschäftsreisen in Deutschlands Industrieregionen und zu Italiens Luxusgüterzentren erreichen laut VFS inzwischen ein Volumen, das mit dem der Studentenreisen vergleichbar ist.
Die Fluggesellschaften reagieren darauf: Chinesische Airlines werden ihre Kapazitäten für Flüge nach Europa in der Sommer-Herbst-Saison 2026 um 12 Prozent erhöhen, wobei Frankfurt, Mailand und Zürich die größten Profiteure sind. Für multinationale Unternehmen ist die Erholung mehr als nur eine Freizeitgeschichte. Persönliche Geschäftsabschlüsse, die seit 2020 weitgehend zum Erliegen gekommen waren, nehmen wieder Fahrt auf. Sekundäre europäische Volkswirtschaften wie Ungarn, Polen und Lettland – von VFS als am schnellsten wachsende Ziele hervorgehoben – setzen verstärkt auf chinesische Investitionen; ihre Handelsförderagenturen planen nun Themenwochen, um den Aufschwung zu nutzen. Dienstleister von Steuerberatern bis zu Umzugsspezialisten berichten, dass die Anfragen wieder das Niveau von 2018 erreichen.
Für Manager der Unternehmensmobilität ergeben sich zahlreiche praktische Konsequenzen. Termine in beliebten Visazentren (Peking, Shanghai, Guangzhou) sind wieder zwei bis drei Wochen im Voraus ausgebucht, daher ist eine frühzeitige Planung entscheidend. Personalabteilungen sollten auch die Flugpreisentwicklungen im Auge behalten: Hohe Kerosinpreise führen dazu, dass Economy-Tickets zu Langstreckenzielen 18 bis 20 Prozent teurer sind als 2025, was die Reisekosten ohne frühzeitige Absicherung stark erhöht. Schließlich sollten Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, die Einreisebestimmungen des Gastlandes überprüfen – Italien etwa führt ab dem 1. Juni 2026 eine biometrische Erfassung für nationale Arbeitserlaubnisse ein.
Da die Konsumentenstimmung in China im Inland weiterhin fragil ist, sehen politische Entscheidungsträger die Auslandsreiseausgaben als Ventil zur Entlastung. Hält die aktuelle Dynamik an, erwartet VFS, dass das chinesische Festland noch vor Jahresende das Rekordniveau der Auslandsreisen von 2019 übertrifft – ein Ergebnis, das die globalen Tourismusströme neu ordnen und Chinas Verhandlungsposition im Luftverkehr stärken würde.
Quelle: Yicai Global
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