
Eine neue Studie des Arbeitsforschungsinstituts DIEESE, veröffentlicht am 22. April, verzeichnet für das Jahr 2025 insgesamt 1.006 Streiks in Brasilien – ein Anstieg von 14 % gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark zugenommen haben die Streiks im privaten Sektor, vor allem im Transportwesen, Tourismus und Gastgewerbe. Obwohl der Bericht rückblickend ist, sorgt seine Veröffentlichung bei Mobilitätskoordinatoren sofort für Besorgnis, da viele Tarifverträge im Mai und Juni auslaufen, was die Wahrscheinlichkeit neuer Arbeitsniederlegungen in den kommenden Wochen erhöht.
Transportarbeiter machten fast ein Viertel aller Streiks im privaten Sektor aus, hauptsächlich wegen ausstehender Lohnzahlungen, Essenszulagen und unsicheren Dienstplänen. Das Catering-Personal der Fluggesellschaften am Flughafen São Paulo/Guarulhos legte im November zweimal die Arbeit nieder, was internationale Abflüge beeinträchtigte. Fernbusfahrer im Nordosten organisierten rollierende 24-Stunden-Streiks wegen der Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten, und das Bodenpersonal am Flughafen Recife führte eine 48-stündige „Schildkröten-Operation“ durch, die die Gepäckausgabe stark verlangsamte.
Paradoxerweise fällt die Streikwelle in eine Zeit starker makroökonomischer Daten: Die Arbeitslosenquote sank 2025 auf 5,6 % und das BIP wuchs um 2,3 %. Ökonomen erklären, dass ein enger Arbeitsmarkt die Gewerkschaften stärkt, während die Erholung im Tourismussektor die Arbeitgeber unter Druck setzt, den Betrieb aufrechtzuerhalten – was den Beschäftigten mehr Verhandlungsmacht verschafft.
Für Unternehmen sind diese Zahlen ein Signal, ihre Notfallpläne zu überdenken. Mobilitätsteams sollten bei Inlandsverbindungen mehr Umsteigezeit einplanen, lokale Medien auf Streikankündigungen (die Gewerkschaften 72 Stunden im Voraus melden müssen) beobachten und sicherstellen, dass Dienstverträge flexible Tagegelder für Verzögerungen vorsehen. Firmen, die regionale Konferenzen in Brasilien während der südlichen Wintersaison ausrichten, sollten zudem über höhere Gewalt-Klauseln mit Veranstaltungsorten und Destination Management Companies verhandeln.
Politisch hat das Arbeitsministerium angedeutet, ein Vermittlungsgesetz zu beschleunigen, das Gewerkschaften im Bereich der essenziellen Dienste zu einer Mindestdienstleistung von 70 % verpflichten würde – ähnlich den EU-Standards. Bis solche Schutzmaßnahmen greifen, müssen Unternehmen jedoch mit sporadischen Störungen im ansonsten wiedererstarkten brasilianischen Reisemarkt rechnen.
Transportarbeiter machten fast ein Viertel aller Streiks im privaten Sektor aus, hauptsächlich wegen ausstehender Lohnzahlungen, Essenszulagen und unsicheren Dienstplänen. Das Catering-Personal der Fluggesellschaften am Flughafen São Paulo/Guarulhos legte im November zweimal die Arbeit nieder, was internationale Abflüge beeinträchtigte. Fernbusfahrer im Nordosten organisierten rollierende 24-Stunden-Streiks wegen der Weitergabe gestiegener Kraftstoffkosten, und das Bodenpersonal am Flughafen Recife führte eine 48-stündige „Schildkröten-Operation“ durch, die die Gepäckausgabe stark verlangsamte.
Paradoxerweise fällt die Streikwelle in eine Zeit starker makroökonomischer Daten: Die Arbeitslosenquote sank 2025 auf 5,6 % und das BIP wuchs um 2,3 %. Ökonomen erklären, dass ein enger Arbeitsmarkt die Gewerkschaften stärkt, während die Erholung im Tourismussektor die Arbeitgeber unter Druck setzt, den Betrieb aufrechtzuerhalten – was den Beschäftigten mehr Verhandlungsmacht verschafft.
Für Unternehmen sind diese Zahlen ein Signal, ihre Notfallpläne zu überdenken. Mobilitätsteams sollten bei Inlandsverbindungen mehr Umsteigezeit einplanen, lokale Medien auf Streikankündigungen (die Gewerkschaften 72 Stunden im Voraus melden müssen) beobachten und sicherstellen, dass Dienstverträge flexible Tagegelder für Verzögerungen vorsehen. Firmen, die regionale Konferenzen in Brasilien während der südlichen Wintersaison ausrichten, sollten zudem über höhere Gewalt-Klauseln mit Veranstaltungsorten und Destination Management Companies verhandeln.
Politisch hat das Arbeitsministerium angedeutet, ein Vermittlungsgesetz zu beschleunigen, das Gewerkschaften im Bereich der essenziellen Dienste zu einer Mindestdienstleistung von 70 % verpflichten würde – ähnlich den EU-Standards. Bis solche Schutzmaßnahmen greifen, müssen Unternehmen jedoch mit sporadischen Störungen im ansonsten wiedererstarkten brasilianischen Reisemarkt rechnen.
Quelle: CUT Brazil