
Der Schweizer Bundesrat hat eine viermonatige Vernehmlassung zu Änderungen im Ausländergesetz und Integrationsgesetz eröffnet, die die kantonalen Behörden verpflichten würden, neu zugezogene Migranten im Rahmen der Familiennachzugsregelung an berufsorientierende Dienste zu verweisen. Der am 22. April veröffentlichte Vorschlag zielt darauf ab, inländische Talente besser zu nutzen und den politischen Druck in der Debatte um die Nettozuwanderung vor der Volksinitiative „10-Millionen-Schweiz“ im Jahr 2027 zu verringern.
Gemäß dem Entwurf müssen Gemeinden und Kantone erwachsene Ehepartner und Angehörige, die keine klaren Arbeits- oder Ausbildungsperspektiven haben, an die Berufsberatungsstellen (OPSC) melden. Diese Berater unterstützen die Betroffenen dabei, ausländische Abschlüsse anerkennen zu lassen, verpflichtende Sprachkurse zu besuchen und Lehrstellen oder Arbeitsplätze zu finden. Die Teilnahme bleibt für Migranten freiwillig, doch eine mangelnde Mitwirkung könnte sich negativ auf Entscheidungen zu Ergänzungsleistungen auswirken.
Bern verlängert zudem das Pilotprogramm „Perspecta“ – das individuelles Coaching und finanzielle Unterstützung bei der Anerkennung von Diplomen bietet – bis 2030. Erste Auswertungen zeigen, dass Perspecta-Teilnehmende doppelt so häufig eine Anstellung finden wie vergleichbare Gruppen, was die Sozialkosten der Kantone im Durchschnitt um 6.500 CHF pro Person und Jahr senkt. Für Arbeitgeber, die mit Rekordengpässen in den Bereichen Gesundheitswesen, IT und Bauwesen kämpfen, könnte die Reform einen neuen Rekrutierungskanal eröffnen. Personal- und Global-Mobility-Teams sollten die Vernehmlassungsergebnisse genau verfolgen; nach Inkrafttreten könnten Unternehmen mit kantonalen Arbeitsämtern zusammenarbeiten, um geeignete Kandidaten vorzuselektieren oder die Anerkennung von Qualifikationen zu beschleunigen.
Kritiker aus Migrantenverbänden befürchten, dass das Programm de facto verpflichtend wird und Eltern – insbesondere Frauen – benachteiligt, die die Kinderbetreuung priorisieren. Das Justiz- und Polizeidepartement entgegnet, dass Qualifizierungsmaßnahmen die langfristigen Aufenthaltschancen und den sozialen Zusammenhalt verbessern. Die Vernehmlassung läuft bis zum 12. August 2026, die parlamentarische Debatte wird Anfang 2027 erwartet.
Gemäß dem Entwurf müssen Gemeinden und Kantone erwachsene Ehepartner und Angehörige, die keine klaren Arbeits- oder Ausbildungsperspektiven haben, an die Berufsberatungsstellen (OPSC) melden. Diese Berater unterstützen die Betroffenen dabei, ausländische Abschlüsse anerkennen zu lassen, verpflichtende Sprachkurse zu besuchen und Lehrstellen oder Arbeitsplätze zu finden. Die Teilnahme bleibt für Migranten freiwillig, doch eine mangelnde Mitwirkung könnte sich negativ auf Entscheidungen zu Ergänzungsleistungen auswirken.
Bern verlängert zudem das Pilotprogramm „Perspecta“ – das individuelles Coaching und finanzielle Unterstützung bei der Anerkennung von Diplomen bietet – bis 2030. Erste Auswertungen zeigen, dass Perspecta-Teilnehmende doppelt so häufig eine Anstellung finden wie vergleichbare Gruppen, was die Sozialkosten der Kantone im Durchschnitt um 6.500 CHF pro Person und Jahr senkt. Für Arbeitgeber, die mit Rekordengpässen in den Bereichen Gesundheitswesen, IT und Bauwesen kämpfen, könnte die Reform einen neuen Rekrutierungskanal eröffnen. Personal- und Global-Mobility-Teams sollten die Vernehmlassungsergebnisse genau verfolgen; nach Inkrafttreten könnten Unternehmen mit kantonalen Arbeitsämtern zusammenarbeiten, um geeignete Kandidaten vorzuselektieren oder die Anerkennung von Qualifikationen zu beschleunigen.
Kritiker aus Migrantenverbänden befürchten, dass das Programm de facto verpflichtend wird und Eltern – insbesondere Frauen – benachteiligt, die die Kinderbetreuung priorisieren. Das Justiz- und Polizeidepartement entgegnet, dass Qualifizierungsmaßnahmen die langfristigen Aufenthaltschancen und den sozialen Zusammenhalt verbessern. Die Vernehmlassung läuft bis zum 12. August 2026, die parlamentarische Debatte wird Anfang 2027 erwartet.
Quelle: Swiss Federal Council (admin.ch)