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Spanien startet außergewöhnlichen Einbürgerungsprozess für Migranten 2026

Apr. 24, 2026
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Spanien startet außergewöhnlichen Einbürgerungsprozess für Migranten 2026
Die lang erwartete Massenregularisierung in Spanien ist nun offiziell gestartet: Mit dem Inkrafttreten des Königlichen Erlasses 316/2026 am 16. April und der Veröffentlichung einer FAQ der Regierung am 19. April wurde der sogenannte „Außerordentliche Regularisierungsprozess“ (Regularización Extraordinaria) eingeführt. Diese Maßnahme eröffnet eine einmalige, fünfmonatige Frist für bestimmte Nicht-EU-Bürger, die bereits vor dem 1. Januar 2026 in Spanien lebten, um eine einjährige, verlängerbare Aufenthaltserlaubnis zu beantragen.

Anträge können rund um die Uhr online über das Mercurio-System oder persönlich in 436 ausgewählten Sozialversicherungs-, Post- und Ausländerämtern gestellt werden. Persönliche Anträge erfordern jedoch eine vorherige Terminvereinbarung, die laut Erlass kostenfrei angeboten werden muss. Das Mobility Advisory Team von KPMG warnt, dass das Antragsvolumen – von der Regierung auf 500.000, vom Think-Tank FUNCAS sogar auf bis zu 840.000 geschätzt – die Terminvergabe überfordern und die regulären Einwanderungsverfahren verlangsamen wird. Arbeitgeber werden daher dringend gebeten, ihre Personalplanung an mögliche Verzögerungen anzupassen und ihre ausländischen Mitarbeiter auf mögliche Compliance-Risiken zu überprüfen.

Spanien startet außergewöhnlichen Einbürgerungsprozess für Migranten 2026


Der Erlass richtet sich an zwei Gruppen: (1) Personen mit administrativem Aufenthaltsstatus, die einen ununterbrochenen Aufenthalt von mindestens fünf Monaten nachweisen können, und (2) Asylsuchende, deren Schutzgesuche vor dem 1. Januar 2026 eingereicht wurden. Antragsteller müssen ein einwandfreies Führungszeugnis vorlegen und gegebenenfalls eine neue „Bescheinigung über Verwundbarkeit“ von anerkannten sozialen Diensten. Erfolgreiche Bewerber erhalten eine offene Arbeitserlaubnis, die für alle Branchen und Regionen gilt.

Aus Sicht der internationalen Personalmobilität bietet das Programm multinationalen Unternehmen die Möglichkeit, informelle Beschäftigung zu legalisieren, Reputationsrisiken zu minimieren und den legalen Talentpool zu erweitern – insbesondere in den Bereichen Landwirtschaft, Logistik und Gastgewerbe, wo Schwarzarbeit am häufigsten vorkommt. HR-Abteilungen sollten jedoch mit Verzögerungen bei der Ausstellung von NIE/TIE-Dokumenten rechnen und mit Auswirkungen auf andere Aufenthaltstitel, da Ressourcen umgeleitet werden. Die Planungszeiträume für Einsätze im Jahr 2026 sollten daher um mehrere Wochen verlängert werden.
Quelle: KPMG GMS Flash Alert

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