
Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat sich mit einem Schreiben an den französischen Innenminister Laurent Nuñez gewandt und fordert eine sofortige Aussetzung des neuen Ein- und Ausreisesystems (EES) der Europäischen Union an den französischen Grenzen bis September. Laut der Airline zeigen erste Tests, dass der biometrische Registrierungsprozess an Flughäfen wie Beauvais, Marseille und Nantes Wartezeiten von ein bis zwei Stunden verursacht und im Juli und August, wenn die Passagierzahlen ihren Höhepunkt erreichen, „Urlaubschaos“ droht.
Das EES, das noch in diesem Jahr im Schengen-Raum verpflichtend wird, verlangt von Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise die Abgabe von Fingerabdrücken und ein Gesichtsfoto. Frankreich hat Selbstbedienungskioske installiert, doch Ryanair beklagt Personalmangel und Softwareprobleme, sodass die meisten Passagiere weiterhin manuell abgefertigt werden. Reisende mit Langzeitvisa oder Brexit-bedingten Aufenthaltstiteln sind eigentlich ausgenommen, werden laut Passagierberichten, die die Airline zitiert, jedoch häufig von Grenzbeamten in die biometrischen Kontrollspuren geleitet.
Der Flughafenbetreiber Groupe ADP hat bereits in Brüssel für eine gestaffelte Einführung geworben und gewarnt, dass der Flughafen Charles-de-Gaulle bei der aktuellen Zeitplanung stündliche Passagieranstiege von 20 Prozent erleben könnte. Ryanair verweist in seinem Schreiben auf Griechenland, das die Einführung des EES bis nach dem Sommer verschoben hat, und empfiehlt Frankreich, diesem Beispiel zu folgen. Die EU-Verordnung 2025/1534 erlaubt Mitgliedstaaten eine Verzögerung, wenn die Effizienz an den Grenzen gefährdet ist.
Für Geschäftsreisende stehen viel auf dem Spiel: Verpasste Anschlussflüge und verlängerte Wartezeiten treiben Hotel-, Fahrer- und Tagegeldkosten in die Höhe, während unvorhersehbare Kontrollen eng getaktete Tagesreisen stören. Mobilitätsteams wird daher geraten, großzügigere Zeitpuffer an Flughäfen einzuplanen, Reisende auf manuelle Kontrollen auch bei Aufenthaltstiteln vorzubereiten und die Reaktion der Regierung in den kommenden Tagen genau zu beobachten. Sollte Paris die Aussetzung des EES ablehnen, müssten Unternehmen möglicherweise verstärkt auf Bahn- oder Inlandsflüge für Kurzstreckentermine setzen und gegebenenfalls Fast-Track-Services organisieren, wo verfügbar.
Eine vorübergehende Aussetzung hingegen würde den Flughäfen Zeit verschaffen, die Kioske umfassend zu testen, Personalpläne zu optimieren und die lang erwartete Smartphone-App „Travel to Europe“ zu starten, die biometrische Daten vorab erfasst.
Das EES, das noch in diesem Jahr im Schengen-Raum verpflichtend wird, verlangt von Nicht-EU-Reisenden bei der ersten Einreise die Abgabe von Fingerabdrücken und ein Gesichtsfoto. Frankreich hat Selbstbedienungskioske installiert, doch Ryanair beklagt Personalmangel und Softwareprobleme, sodass die meisten Passagiere weiterhin manuell abgefertigt werden. Reisende mit Langzeitvisa oder Brexit-bedingten Aufenthaltstiteln sind eigentlich ausgenommen, werden laut Passagierberichten, die die Airline zitiert, jedoch häufig von Grenzbeamten in die biometrischen Kontrollspuren geleitet.
Der Flughafenbetreiber Groupe ADP hat bereits in Brüssel für eine gestaffelte Einführung geworben und gewarnt, dass der Flughafen Charles-de-Gaulle bei der aktuellen Zeitplanung stündliche Passagieranstiege von 20 Prozent erleben könnte. Ryanair verweist in seinem Schreiben auf Griechenland, das die Einführung des EES bis nach dem Sommer verschoben hat, und empfiehlt Frankreich, diesem Beispiel zu folgen. Die EU-Verordnung 2025/1534 erlaubt Mitgliedstaaten eine Verzögerung, wenn die Effizienz an den Grenzen gefährdet ist.
Für Geschäftsreisende stehen viel auf dem Spiel: Verpasste Anschlussflüge und verlängerte Wartezeiten treiben Hotel-, Fahrer- und Tagegeldkosten in die Höhe, während unvorhersehbare Kontrollen eng getaktete Tagesreisen stören. Mobilitätsteams wird daher geraten, großzügigere Zeitpuffer an Flughäfen einzuplanen, Reisende auf manuelle Kontrollen auch bei Aufenthaltstiteln vorzubereiten und die Reaktion der Regierung in den kommenden Tagen genau zu beobachten. Sollte Paris die Aussetzung des EES ablehnen, müssten Unternehmen möglicherweise verstärkt auf Bahn- oder Inlandsflüge für Kurzstreckentermine setzen und gegebenenfalls Fast-Track-Services organisieren, wo verfügbar.
Eine vorübergehende Aussetzung hingegen würde den Flughäfen Zeit verschaffen, die Kioske umfassend zu testen, Personalpläne zu optimieren und die lang erwartete Smartphone-App „Travel to Europe“ zu starten, die biometrische Daten vorab erfasst.
Quelle: Connexion France