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Austrian Airlines setzt größere Flugzeuge ein, um Auswirkungen des Lufthansa-Pilotenausstands abzufedern

Apr. 13, 2026
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Austrian Airlines setzt größere Flugzeuge ein, um Auswirkungen des Lufthansa-Pilotenausstands abzufedern
Ein 48-stündiger Pilotenstreik bei Lufthansa und ihren Tochtergesellschaften, der am Montag, den 13. April, um 00:01 Uhr begann, hat weitreichende Auswirkungen auf die verkehrsreichsten Flugverbindungen Österreichs. Obwohl die Crews von Austrian Airlines (AUA) nicht streiken, ist die Airline Teil der Lufthansa-Gruppe und stark auf die deutschen Drehkreuze für Zubringerflüge angewiesen.

Als Reaktion darauf erklärte AUA-Sprecherin Yvonne Wachholder gegenüber dem ORF, dass die Airline die Flüge auf den Strecken Wien–Frankfurt und Wien–München, wo Slots verfügbar sind, von Airbus A320 auf die größere Boeing 767 umstellt und so täglich rund 1.500 zusätzliche Sitzplätze bereitstellt. Reisebüros betonen, dass dieser Schritt für österreichische Multis, die auf gleichzeitige Anschlussflüge über Frankfurt zu Langstreckenflügen in die USA und nach Asien angewiesen sind, entscheidend ist.

„Indem wir die Kapazität auf dem ersten Streckenabschnitt sichern, bleiben die Reisepläne intakt und teure Übernachtungen werden vermieden“, erklärt Christoph Moser, Leiter Mobilität beim Chemiekonzern Borealis. Unternehmen erinnern ihre Mitarbeiter zudem daran, dass die EU261-Entschädigung nicht greift, wenn der ausführende Carrier (AUA) nicht betroffen ist, aber ein Anschlussflug von Lufthansa ausfällt, und dass für Versicherungsansprüche oft ein Nachweis der Fürsorgepflicht erforderlich ist.

Austrian Airlines setzt größere Flugzeuge ein, um Auswirkungen des Lufthansa-Pilotenausstands abzufedern


Der Flughafen Wien berichtet, dass die Bodenabfertigung die Gates neu plant, um die größeren Flugzeuge aufzunehmen, und einen speziellen Umbuchungsschalter im Terminal 3 eingerichtet hat. Der Railjet-Betreiber ÖBB hat zwei zusätzliche Frühverbindungen nach München eingeführt, um überzählige Passagiere aufzunehmen – ein Beleg für die Bedeutung intermodaler Notfallplanung.

Arbeitsrechtsexperten weisen darauf hin, dass dies bereits der dritte Lufthansa-Streik innerhalb von sechs Monaten ist und warnen vor einem „dauerhaft erhöhten“ Risiko für Reisende zumindest bis zum Sommer. Österreichische Personalabteilungen passen daher ihre Reiserichtlinien an, indem sie verpflichtende Pufferzeiten für Meetings nach deutschen Anschlussflügen einplanen und verstärkt auf virtuelle Zusammenarbeit setzen.

Für den Moment scheint das proaktive Kapazitätsmanagement von AUA den Verkehr aus Österreich am Laufen zu halten – ein Beispiel dafür, wie nationale Fluggesellschaften lokale Wirtschaften vor Arbeitskonflikten in anderen Teilen des Netzwerks schützen können.
Quelle: ORF Wien

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