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Flugverkehr am Flughafen Wien im März trotz Gegenwind aus dem Nahen Osten um 1,9 % gestiegen

Apr. 24, 2026
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Flugverkehr am Flughafen Wien im März trotz Gegenwind aus dem Nahen Osten um 1,9 % gestiegen
Der Flughafen Wien (VIE) schloss das erste Quartal solide ab und verzeichnete im März 2026 mit 2,27 Millionen Passagieren ein Plus von 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Muttergesellschaft Flughafen-Wien-Gruppe, die auch die Flughäfen Malta und Košice betreibt, bearbeitete insgesamt 3,15 Millionen Reisende – ein Anstieg um 5,1 Prozent. Die Geschäftsleitung führt das moderate Wachstum in Wien vor allem auf einen höheren Anteil an Transitpassagieren zurück, darunter technische Tankstopps von Air India mit Großraumflugzeugen, während die Zahl der lokalen Passagiere nur um 0,5 Prozent zunahm. Der Umsteigeverkehr, der für die Umsätze des Hubs wichtig ist, verbesserte sich um 1,5 Prozent auf 456.000 Reisende. Die Auslastung stieg um vier Prozentpunkte auf 78,4 Prozent, was auf eine bessere Nutzung der Flugzeuge hinweist, obwohl die Flugbewegungen um 1,4 Prozent auf 17.585 Starts und Landungen zurückgingen. Die regionale Entwicklung war gemischt: Die Verbindungen nach Westeuropa – Wiens Kernmarkt im Unternehmensbereich – legten um 7,8 Prozent zu, und der Fernverkehr nach Nordamerika und Fernost setzte seine Erholung nach der Pandemie mit Zuwächsen von 4,5 beziehungsweise 41,5 Prozent fort. Im Gegensatz dazu brachen die Passagierzahlen in den Nahen und Mittleren Osten um 90 Prozent ein, nachdem die Fluggesellschaften ihre Frequenzen aufgrund des erneuten Aufflammens des regionalen Konflikts Ende Februar reduzierten. Für globale Mobilitätsmanager senden die Zahlen eine doppelte Botschaft: Einerseits operiert Österreichs wichtigster Hub auf vielen europäischen Hauptstrecken wieder über dem Niveau von 2019, was die kurzfristige Planung von Entsendungen und den Einsatz von Spezialisten erleichtert. Andererseits bleibt die Anbindung an die Golf-Geschäftszentren fragil; Unternehmen sollten weiterhin Ausweichrouten (z. B. über Istanbul oder Rom) aufbauen und längere Transitzeiten in ihre Projektbudgets einplanen. Die Flughafen-Wien AG bestätigte ihre Prognose für 2026, warnte jedoch, dass anhaltende Störungen im Nahen Osten oder ein erneuter Ölpreisanstieg den Verkehr in der zweiten Jahreshälfte belasten könnten. Beschaffungsteams sollten daher frühzeitig Sommertarife für Geschäftsreisen sichern und die Verfügbarkeit von Slots besonders auf Zubringerverbindungen, die Wiens Nordamerika- und Asien-Fernstrecken unterstützen, genau beobachten.
Quelle: Fliegerweb

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