
Austrian Airlines hat die Airbus A320 OE-LZE nach einem **rund um die Uhr durchgeführten Triebwerkswechsel** auf Gran Canaria wieder in den kommerziellen Betrieb genommen, berichtete das österreichische Luftfahrtportal *Austrian Wings* am 12. April. Das Flugzeug war seit dem 2. April nach einem schweren Turbinenschaden, der die Crew zum Startabbruch zwang, gestrandet. Am 8. April brachte ein Antonov An-12 Frachtflugzeug ein Ersatztriebwerk vom Typ CFM 56 aus Wien, und die Techniker schlossen den Einbau sowie die Bodentests innerhalb von 72 Stunden ab. Der voll beladene A320 wurde am 11. April nach Wien überführt und nahm am nächsten Morgen mit dem Flug OS 501 nach Rom den regulären Dienst wieder auf. Die schnelle Wiederinbetriebnahme stellt 174 Sitzplätze pro Rotation wieder bereit – eine wichtige Entlastung, da AUA bereits mit der Umverteilung der Flotte auf Lufthansa-Group-Streiks reagiert. Für Reiseverantwortliche ist das mehr als nur eine technische Randnotiz: Die A320-Familie bildet das Rückgrat von Austrians Kurzstreckenangebot, das Langstreckenverbindungen speist und Tagesausflüge für Berater und Projektteams ermöglicht. OE-LZE ist eines von nur zwei „ceo“-Modellen mit Sharklets in der Flotte, die einen leicht besseren Treibstoffverbrauch bieten und – für Firmenkunden besonders wichtig – Zugang zum vollständigen *myAustrian* Inflight-WLAN ermöglichen. Die Airline gab an, während der Ausfallzeit Kapazitäten der Partner-Air Baltic mit wet-gecharterten A220-Flugzeugen genutzt zu haben, räumte aber ein, dass einige Flüge zwischen Wien und Brüssel sowie Wien und Prag mit kleineren Dash 8-Q400 durchgeführt wurden, was zu Wartelisten führte. Diese sind inzwischen abgearbeitet. Experten aus dem Ingenieurwesen loben die schnelle Wiederherstellung als Beleg für eine starke logistische Koordination zwischen Austrian, der Muttergesellschaft Lufthansa Technik und externen Frachtanbietern – ein ermutigendes Zeichen, während die Airlines sich auf die Hochsaison im Sommer vorbereiten und weiterhin mit Lieferengpässen bei Ersatzteilen kämpfen.
Quelle: Austrian Wings
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