
Nach monatelangen Spekulationen bestätigte die CEO von Austrian Airlines (AUA), Annette Mann, am 9. Mai, dass die Fluggesellschaft ihre zweimal täglich verkehrende Verbindung Klagenfurt–Wien beibehalten wird. Der 30-minütige Flug verbindet Kärnten mit dem Langstreckennetz der Airline. Die Strecke stand nach dem Scheitern eines Wet-Lease-Abkommens mit der schwedischen Braathens, gestiegenen Treibstoffkosten aufgrund der Golf-Schifffahrtskrise und der EU-Prüfung von Kurzstrecken-Emissionen auf der Kippe. AUA setzt nun 120-sitzige Embraer 195-Jets unter eigener Betriebsgenehmigung ein und argumentiert, dass die Verbindung die regionale Wirtschaft wettbewerbsfähig hält. Wirtschaftsverbände begrüßten die Entscheidung und wiesen darauf hin, dass alternative Bahnverbindungen vier Stunden dauern und keine garantierten Weiterflüge am selben Tag nach Nordamerika oder Asien bieten. Mann warnte jedoch, dass die Ticketpreise mindestens ein Jahr lang hoch bleiben werden, bis sich die globalen Treibstoffmärkte stabilisieren. Sie riet Unternehmen, frühzeitig zu buchen und Firmenrabatte zu prüfen. Die Ankündigung erfolgt vor dem Hintergrund der Debatte über die Zukunft des Inlandsflugverkehrs in Österreich. Die Grünen fordern einen Mindestflugpreis und Bahnverbindungen unter vier Stunden, doch die Bundesregierung lehnt dies bislang ab und verweist auf den Bedarf der Randregionen an schnellen Verbindungen zum Wiener Flughafen Schwechat. Für Mobilitätsmanager ist die Botschaft zwiespältig: Die Strecke bleibt erhalten und sichert den Kärntner Beschäftigten und Exporten den globalen Zugang mit nur einem Zwischenstopp, doch die Budgets werden knapper, da höhere Ticketpreise mit der Nachfragespitze durch den Eurovision-Ansturm zusammenfallen.
Quelle: ORF Kärnten
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