
Am 15. Mai 2026 berichtete die Brussels Times, dass sich die Innenminister von neun Mittelmeer-EU-Staaten (die „MED-9“) am 18. Mai in Rovinj, Kroatien, treffen werden, um eine gemeinsame Linie zu irregulärer Migration, Grenzmanagement und Drogenbekämpfung zu erarbeiten. Obwohl Belgien kein Mitglied der MED-9 ist, entsenden belgische Unternehmen zahlreiche Expat-Mitarbeiter nach Frankreich, Spanien, Italien und Portugal – Länder, deren Visa- und Grenzpolitik oft den Ton für den gesamten Schengen-Raum angibt. Die Tagesordnung zeigt, dass die Minister über eine schnellere Umsetzung des „Solidaritätspools“ des EU-Migrations- und Asylpakts beraten werden, bei dem Nicht-Frontstaaten Personal, Mittel oder Umsiedlungen bereitstellen. Außerdem stehen Vorschläge für ein neues „Gemeinsames Europäisches Rückführungssystem“ auf dem Programm, darunter ein erweitertes Frontex-Mandat zur Koordinierung von Charterflügen und digitalem Fallmanagement. Für belgische Mobility-Manager ist das relevant: Eine strengere Rückführung an den Mittelmeer-Eingangspunkten kann sich nach Norden auswirken, indem sie Transfermitarbeiter, die über Spanien oder Italien reisen, betrifft und die Dokumentenkontrollen bei inner-schengen-Flügen nach Brüssel verschärft. Das Treffen findet nur wenige Tage nach der Chișinău-Erklärung des Europarats statt, die effektivere Abschiebungen fordert. Politische Analysten erwarten, dass die MED-9-Minister dieses Signal in einen operativen Fahrplan umsetzen, möglicherweise mit gemeinsamen Screening-Zentren in Nordafrika. Ein solcher Schritt würde belgische Multinationale mit regionalen Zentren in Casablanca oder Tunis zwingen, Entsenderegeln und Arbeitserlaubnisstrategien zu überdenken. Das belgische Innenministerium entsendet ein Beobachterteam nach Rovinj und hat drei für Unternehmen relevante Punkte hervorgehoben: (1) wie Rückführungsdaten mit dem Ein- und Ausreisesystem verknüpft werden, (2) ob Geschäftsreisende bei fehlerhaften Dokumenten mit Carrier-Sanktionen rechnen müssen, und (3) mögliche neue Sicherheitsabgaben in Flugtickets zur Finanzierung von Frontex-Einsätzen. Das Ministerium verspricht eine Branchenkonsultation, sobald die Ergebnisse veröffentlicht sind – voraussichtlich Anfang Juni. Bis dahin sollten globale Mobility-Teams auf kurzfristige Regeländerungen bei der Carrier-Verantwortung achten, Entsendemeldungen aktuell halten und Reisende, die über Mittelmeer-Hubs fliegen, auf mögliche stichprobenartige Ausweiskontrollen – auch auf inner-schengen-Strecken – vorbereiten, um Bußgelder oder Boarding-Verweigerungen zu vermeiden.
Quelle: The Brussels Times
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