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Finnland verschärft Kabotagekontrollen: Neue Bußgelder und digitale Überwachung ab 15. Mai

Mai 16, 2026
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Finnland verschärft Kabotagekontrollen: Neue Bußgelder und digitale Überwachung ab 15. Mai
Die finnische Verkehrs- und Kommunikationsbehörde Traficom verschärft ab dem 15. Mai 2026 die Kabotage-Regeln – also den innerstaatlichen Transport oder Personenbeförderungen durch ausländische Fahrzeuge – erheblich. Obwohl die Grundlage die EU-Verordnung 2020/1055 bildet, setzt das finnische Durchführungsdekret deutlich strengere Maßstäbe als die europäischen Mindestanforderungen. Die wichtigste Neuerung ist eine saftige Verwaltungsstrafe von 6.000 Euro für jeden Lkw- oder Busunternehmer, der gegen die Vorschriften verstößt. Für Gütertransporte ohne erforderliche Fahrererklärung kommen weitere 3.000 Euro hinzu. Die Kontrollteams werden in Echtzeit Daten aus dem zweiten Generationen-Smart-Tachographen (G2V2) sowie Frachtunterlagen auswerten. Internationale Busunternehmen müssen ab der ersten finnischen Haltestelle vollständig ausgefüllte EU-Fahrtenformulare vorlegen. Die operativen Grenzen bleiben bekannt: drei innerstaatliche Güterfahrten innerhalb von sieben Tagen nach einer internationalen Entladung oder eine Fahrt innerhalb von drei Tagen bei Leerfahrten. Neu ist jedoch eine verpflichtende vier Tage dauernde „Abkühlphase“, in der das Fahrzeug keine weiteren finnischen Aufträge annehmen darf. Bei Personenbeförderungen liegt die Obergrenze bei sieben aufeinanderfolgenden Kabotagetagen innerhalb von 30 Tagen. Mobilitätsprogramme, die auf ausländische Charterbusse für Gruppenfahrten, Werksverlagerungen oder Projektarbeiten setzen, müssen ihre Zulieferer dringend überprüfen. Werden die neuen Strafklauseln nicht in Dienstleistungsverträge aufgenommen, drohen für Firmenkunden erhebliche Kostensteigerungen oder Terminprobleme, falls ein Bus beschlagnahmt wird. Logistikmanager sollten zudem sicherstellen, dass die Fahrerkarten auf G2V2 aktualisiert sind und das Backoffice die Frachtinformationen auf Abruf übermitteln kann. Traficom betont, dass das strengere Regime den finnischen Arbeitsstandard schützen und für fairen Wettbewerb gegenüber sogenannten „Briefkastenfirmen“ sorgen soll. Da Stichprobenkontrollen auf den Korridoren E18 und E75 bereits zunehmen, sollten internationale Unternehmen, die Güter oder Personal in Finnland transportieren, mit verstärkten Straßenkontrollen rechnen und mögliche Verzögerungen bei der Abfertigung einplanen.
Quelle: Traficom

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