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Vorgeschlagenes Wahlsystem für Working-Holiday-Visa sorgt bei australischen Landwirten für Besorgnis

Mai 24, 2026
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Vorgeschlagenes Wahlsystem für Working-Holiday-Visa sorgt bei australischen Landwirten für Besorgnis
Landwirtschaftliche Arbeitgeber warnen vor drohendem Arbeitskräftemangel, nachdem am 23. Mai 2026 neue Details zum Plan der Bundesregierung bekannt wurden, ein Losverfahren für die beliebten Working Holiday Maker (WHM)-Visa einzuführen. Laut dem Vorschlag, der bereits in der Migrationsstrategie des Vorjahres angedeutet wurde, müssten Staatsangehörige aus begrenzten Ländern (darunter Großbritannien, Irland, Südkorea und Taiwan) zunächst einen Platz in einer jährlichen Verlosung gewinnen, bevor sie ein Visum der Unterklassen 417 oder 462 beantragen können.

Für Erzeuger arbeitsintensiver Kulturen wie Beeren, Mangos und Tafeltrauben stellen Backpacker mit WHM-Visa bis zu 60 Prozent der saisonalen Arbeitskräfte. Die Gartenbau-Lobbygruppe Growcom erklärte im Policy-Blog von Riverwood Migration, dass ein zufälliges Losverfahren „große Unsicherheit“ verursachen könnte, da die Betriebe erst wenige Wochen vor der Ernte wissen würden, ob genügend Pflücker eintreffen. Im Gegensatz zum bisherigen „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“-Modell könnte eine Verlosung potenzielle Reisende abschrecken, die vor der Buchung ihrer Flüge mehr Planungssicherheit wünschen.

Beamte des Innenministeriums argumentieren hingegen, dass ein Losverfahren die fairste Methode sei, um begrenzte Kontingente zu verwalten und die Antragsflut zu Mitternacht zu reduzieren, die regelmäßig das ImmiAccount-Portal lahmlegt. Sie verweisen auf Neuseelands langjähriges Working-Holiday-Losverfahren mit China sowie auf die begrenzten Jugendmobilitäts-Lotterien Kanadas als Belege dafür, dass transparente Verlosungen funktionieren können.

Vorgeschlagenes Wahlsystem für Working-Holiday-Visa sorgt bei australischen Landwirten für Besorgnis


Canberra erwägt zudem mehrjährige Visa und gelockerte Regeln für regionale Arbeit, um das Programm nach Einführung der Verlosung attraktiver zu gestalten. Branchenverbände setzen sich für eine sechsmonatige Übergangsphase sowie eine Ausnahme für zurückkehrende Backpacker mit nachgewiesenen regionalen Arbeitserfahrungen ein, die das Losverfahren umgehen könnten.

Einige Erzeuger prüfen alternative Arbeitskräftequellen wie das Pacific Australia Labour Mobility (PALM)-Programm, weisen jedoch darauf hin, dass lange Verwaltungszeiten und höhere Compliance-Kosten einen schnellen Ersatz erschweren.

Für Mobility-Manager und Relocation-Teams ist die wichtigste Erkenntnis, dass der WHM-Weg – oft genutzt, um Nachwuchskräfte für Praktika oder Gap-Year-Aufenthalte zu gewinnen – bald ein Losverfahren und strengere Compliance-Prüfungen beinhalten könnte. Arbeitgeber, die auf Backpacker-Arbeitskräfte angewiesen sind, sollten ihre Rekrutierungskanäle diversifizieren und die im Juli erwarteten Entwürfe der Migration Amendment (Working Holiday Maker) Regulations 2026 aufmerksam verfolgen.
Quelle: Riverwood Migration

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