
Die Vorarlberger Niederlassung der Österreichischen Bundeswirtschaftskammer (WKO) lud am 27. Mai 2026 in Dornbirn über 150 Exporteure, Spediteure und Logistik-Technologieunternehmen zu einem Update über „Smart Border Austria“ ein – das staatlich geförderte Projekt zur Automatisierung der Zollformalitäten auf der stark frequentierten A13/A14-Verbindung zur Schweiz. Wolfgang Hämmerle, Regionalleiter des Zollamts Österreich, informierte die Teilnehmer, dass die Infrastruktur der ersten Phase – Kameragitter, Kennzeichenerkennung und passive RFID-Portale – an den Grenzübergängen Lustenau, Hohenems und Höchst installiert wurde und im Juli in den Pilotbetrieb geht.
Im Rahmen des Projekts deklarieren Lkw ihre Sendungen vorab über eine Single-Window-Plattform, die mit dem EU Customs Data Hub, dem Schweizer e-dec und der österreichischen Fin-Customs Risk Engine vernetzt ist. Beim Grenzübertritt erfassen Sensoren die Deklaration, wiegen die Ladung und vergleichen Kennzeichen sowie Siegelnummern mit dem Frachtmanifest. Werden keine Auffälligkeiten festgestellt, erhält der Fahrer über eine App im Fahrerhaus ein grünes Signal und darf ohne Halt mit reduzierter Geschwindigkeit weiterfahren – die durchschnittliche Abfertigungszeit sinkt so von acht Minuten auf unter 30 Sekunden.
Hämmerle betonte, dass Smart Border Austria nicht nur auf Geschwindigkeit setze, sondern auch auf Compliance. „Wir werden ein Echtzeit-Risikobewertungssystem haben, sodass ein Lkw mit Dual-Use-Gütern oder bei Verdacht auf Unterfakturierung dennoch in eine sichere Kontrollzone geleitet werden kann“, erklärte er. Das System nutzt dieselben EU-„Shared Services“, die auch das neue Ein- und Ausreisesystem für Personen unterstützen und damit die Grundlage für eine vollständig integrierte Passagier- und Frachtgrenze bis Ende des Jahrzehnts schaffen.
Für multinationale Unternehmen mit Just-in-Time-Lieferketten zwischen Österreich und der Schweiz könnte das Projekt erhebliche Einsparungen bei Standgeldgebühren und Fahrstunden bringen – vorausgesetzt, sie investieren jetzt in die Integration ihrer Backoffice-Systeme. Mehrere große Automobilzulieferer aus Tirol und Vorarlberg planen, ihre SAP Global Trade Compliance-Module noch diesen Sommer an die neue API anzubinden. Kleinere Spediteure äußerten Bedenken wegen der anfänglichen IT-Kosten, doch die WKO kündigte ein Förderprogramm in Höhe von zwei Millionen Euro zur Unterstützung der Onboarding-Kosten an.
Sobald der Pilot stabil läuft, plant das Finanzministerium, Smart Border Austria auf den Schienengüterverkehr der Strecke Buchs–Feldkirch auszuweiten und vergleichbare „grüne Korridore“ an den Grenzen zu Tschechien und Ungarn einzuführen. Damit verschafft sich Österreich einen Vorsprung bei der EU-Zollreformagenda 2030.
Im Rahmen des Projekts deklarieren Lkw ihre Sendungen vorab über eine Single-Window-Plattform, die mit dem EU Customs Data Hub, dem Schweizer e-dec und der österreichischen Fin-Customs Risk Engine vernetzt ist. Beim Grenzübertritt erfassen Sensoren die Deklaration, wiegen die Ladung und vergleichen Kennzeichen sowie Siegelnummern mit dem Frachtmanifest. Werden keine Auffälligkeiten festgestellt, erhält der Fahrer über eine App im Fahrerhaus ein grünes Signal und darf ohne Halt mit reduzierter Geschwindigkeit weiterfahren – die durchschnittliche Abfertigungszeit sinkt so von acht Minuten auf unter 30 Sekunden.
Hämmerle betonte, dass Smart Border Austria nicht nur auf Geschwindigkeit setze, sondern auch auf Compliance. „Wir werden ein Echtzeit-Risikobewertungssystem haben, sodass ein Lkw mit Dual-Use-Gütern oder bei Verdacht auf Unterfakturierung dennoch in eine sichere Kontrollzone geleitet werden kann“, erklärte er. Das System nutzt dieselben EU-„Shared Services“, die auch das neue Ein- und Ausreisesystem für Personen unterstützen und damit die Grundlage für eine vollständig integrierte Passagier- und Frachtgrenze bis Ende des Jahrzehnts schaffen.
Für multinationale Unternehmen mit Just-in-Time-Lieferketten zwischen Österreich und der Schweiz könnte das Projekt erhebliche Einsparungen bei Standgeldgebühren und Fahrstunden bringen – vorausgesetzt, sie investieren jetzt in die Integration ihrer Backoffice-Systeme. Mehrere große Automobilzulieferer aus Tirol und Vorarlberg planen, ihre SAP Global Trade Compliance-Module noch diesen Sommer an die neue API anzubinden. Kleinere Spediteure äußerten Bedenken wegen der anfänglichen IT-Kosten, doch die WKO kündigte ein Förderprogramm in Höhe von zwei Millionen Euro zur Unterstützung der Onboarding-Kosten an.
Sobald der Pilot stabil läuft, plant das Finanzministerium, Smart Border Austria auf den Schienengüterverkehr der Strecke Buchs–Feldkirch auszuweiten und vergleichbare „grüne Korridore“ an den Grenzen zu Tschechien und Ungarn einzuführen. Damit verschafft sich Österreich einen Vorsprung bei der EU-Zollreformagenda 2030.
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