
Das spanischsprachige Medium Noticias.ae berichtet, dass Investoren ab Januar 2026 durch den Kauf von Immobilien im Wert von mindestens 2 Millionen AED die 10-jährige Golden Visa in Dubai erhalten können – selbst wenn bis zu die Hälfte des Kaufpreises über eine lokale Hypothek finanziert wird. Bisher mussten Antragsteller den gesamten Betrag in bar zahlen, was Käufer ausschloss, die aus steuerlichen oder Liquiditätsgründen auf Fremdfinanzierung setzen wollten. Die Klarstellung des Dubai Land Department öffnet somit den Zugang für eine deutlich größere Gruppe von mittelvermögenden Investoren aus Europa, Indien und dem Golf-Kooperationsrat, die ihr Vermögen über Bankfinanzierungen verwalten. Für Spezialisten im Bereich Firmenverlagerungen bedeutet die Änderung, dass Führungskräfte langfristigen Wohnsitz sichern können, ohne große Kapitalbeträge zu binden – was Dubai als Standort attraktiver macht. Hypothekenfinanzierte Käufe müssen jedoch nachweisen, dass mindestens 50 % des Immobilienwerts zum Zeitpunkt der Antragstellung bezahlt sind und dass das Darlehen von einer in den VAE lizenzierten Bank stammt. Steuerberater warnen, dass der Wohnsitz durch Immobilienerwerb nicht automatisch den steuerlichen Wohnsitz begründet; Inhaber müssen weiterhin die 183-Tage-Anwesenheitspflicht erfüllen oder eine Steuerwohnsitzbescheinigung vorlegen, um von Doppelbesteuerungsabkommen zu profitieren. Immobilienmakler verzeichnen seit Bekanntgabe der Hypothekenoption einen Anstieg der Anfragen für Neubauwohnungen in Dubai Hills Estate und Meydan um 18 %. Diese Flexibilität verschafft Dubai einen Vorteil gegenüber Saudi-Arabiens neuem Premium Residency-Programm und Omans Investorenvisum, die ebenfalls Fremdfinanzierungen erlauben.
Quelle: Noticias de Emiratos