
Belgien hat sich stillschweigend einer Gruppe von neun EU- und Schengen-assoziierten Staaten angeschlossen, die zugeben, dass sie das neue Ein- und Ausreisesystem (EES) noch nicht rund um die Uhr an allen Grenzübergängen betreiben können. In einer am 17. September veröffentlichten Meldung der globalen Einwanderungsfirma Fragomen räumte das belgische Innenministerium ein, dass technische und personelle Engpässe dazu führen, dass das biometrische Registrierungssystem – das EU-weit im April eingeführt wurde – an bestimmten Land- und Seegrenzstellen während Spitzenzeiten offline bleibt.
Gemäß den im Februar vereinbarten schrittweisen Einführungsregeln durften die Mitgliedstaaten bis zum 6. September begrenzte Ausnahmen nutzen, doch Belgien gibt nun zu, dass es „weitere Zeit“ benötigt, um die volle Einhaltung zu erreichen. Fluggesellschaften am Flughafen Brüssel berichten, dass die automatisierten Terminals, die das EES speisen, gelegentlich abgeschaltet werden, um Staus zu vermeiden, woraufhin die Grenzpolizei wieder manuell Schengen-Stempel vergibt. Ähnliche Übergangslösungen gibt es am Fährterminal in Zeebrügge sowie bei Thalys- und Eurostar-Verbindungen, die über Brüssel-Midi einreisen.
Für Drittstaatsangehörige – darunter Geschäftsreisende aus Großbritannien, den USA und Kanada – führt die uneinheitliche Anwendung zu praktischen Unsicherheiten. Reisende, die bei der Ausreise nicht im EES erfasst werden, könnten bei der nächsten Reise „Überziehungs“-Warnungen auslösen, wenn das System keine passenden Einreisedaten vorfindet. Mobilitätsberater empfehlen daher, Bordkarten und Hotelrechnungen aufzubewahren, um die tatsächliche Reiseroute nachweisen zu können, bis Belgien den durchgehenden Betrieb bestätigt.
Unternehmen sollten sich auch auf Auswirkungen auf ETIAS vorbereiten, die elektronische Reisegenehmigung, deren Einführung nun für Ende 2027 geplant ist. EU-Beamte deuteten an, dass ETIAS erst live gehen wird, wenn alle Mitgliedstaaten eine stabile EES-Leistung nachweisen – was bedeutet, dass Belgiens Verzögerungen den Zeitplan der gesamten EU beeinflussen könnten.
In der Zwischenzeit sollten Arbeitgeber, die häufig Reisende über belgische Häfen schicken, die IT-Einführungsbulletins des Einwanderungsamts (IBZ) genau verfolgen und zusätzliche Wartezeiten einplanen, wann immer die biometrischen Terminals offline sind. Obwohl die teilweise Aussetzung bisher nicht zu Bußgeldern oder Einreiseverweigerungen geführt hat, zeigt die Situation, wie technologische Einführungen die Mobilität noch lange nach offiziellen Startterminen beeinträchtigen können.
Gemäß den im Februar vereinbarten schrittweisen Einführungsregeln durften die Mitgliedstaaten bis zum 6. September begrenzte Ausnahmen nutzen, doch Belgien gibt nun zu, dass es „weitere Zeit“ benötigt, um die volle Einhaltung zu erreichen. Fluggesellschaften am Flughafen Brüssel berichten, dass die automatisierten Terminals, die das EES speisen, gelegentlich abgeschaltet werden, um Staus zu vermeiden, woraufhin die Grenzpolizei wieder manuell Schengen-Stempel vergibt. Ähnliche Übergangslösungen gibt es am Fährterminal in Zeebrügge sowie bei Thalys- und Eurostar-Verbindungen, die über Brüssel-Midi einreisen.
Für Drittstaatsangehörige – darunter Geschäftsreisende aus Großbritannien, den USA und Kanada – führt die uneinheitliche Anwendung zu praktischen Unsicherheiten. Reisende, die bei der Ausreise nicht im EES erfasst werden, könnten bei der nächsten Reise „Überziehungs“-Warnungen auslösen, wenn das System keine passenden Einreisedaten vorfindet. Mobilitätsberater empfehlen daher, Bordkarten und Hotelrechnungen aufzubewahren, um die tatsächliche Reiseroute nachweisen zu können, bis Belgien den durchgehenden Betrieb bestätigt.
Unternehmen sollten sich auch auf Auswirkungen auf ETIAS vorbereiten, die elektronische Reisegenehmigung, deren Einführung nun für Ende 2027 geplant ist. EU-Beamte deuteten an, dass ETIAS erst live gehen wird, wenn alle Mitgliedstaaten eine stabile EES-Leistung nachweisen – was bedeutet, dass Belgiens Verzögerungen den Zeitplan der gesamten EU beeinflussen könnten.
In der Zwischenzeit sollten Arbeitgeber, die häufig Reisende über belgische Häfen schicken, die IT-Einführungsbulletins des Einwanderungsamts (IBZ) genau verfolgen und zusätzliche Wartezeiten einplanen, wann immer die biometrischen Terminals offline sind. Obwohl die teilweise Aussetzung bisher nicht zu Bußgeldern oder Einreiseverweigerungen geführt hat, zeigt die Situation, wie technologische Einführungen die Mobilität noch lange nach offiziellen Startterminen beeinträchtigen können.
Quelle: Fragomen Immigration Alert