
Eine vom Innenministerium in Auftrag gegebene Studie, die am 11. Juni veröffentlicht wurde, empfiehlt, die „Move-on“-Frist für Geflüchtete von 28 auf 56 Tage zu verdoppeln, um Obdachlosigkeit und Versorgungslücken nach der Anerkennung des Status zu verringern. Forschende von NatCen und Fortia Insight haben ein Pilotprojekt ausgewertet, das in 18 Kommunen verlängerte Unterstützung durch Asyl-Move-on-Ansprechpartner bot. Zwischen September 2024 und September 2025 wurden fast 10.000 Geflüchtete unterstützt, wobei 94 Prozent der dringenden Probleme, wie Verzögerungen bei der Sozialversicherungsnummer und der Anmeldung beim Hausarzt, gelöst wurden. Die Auswertung ergab, dass die zusätzlichen vier Wochen den Kommunen schätzungsweise sieben Millionen Pfund an Notunterkunftskosten einsparten und die Arbeitsmarktintegration verbesserten. Für Arbeitgeber mit Programmen zur Beschäftigung von Geflüchteten sind die Ergebnisse besonders relevant: Teilnehmende begannen doppelt so häufig innerhalb von drei Monaten nach Statusanerkennung eine Arbeit im Vergleich zu einer Kontrollgruppe. Das entspricht den Zielen des Refugee Employment Network, dessen Mitglieder unter anderem IBM, IKEA und mehrere FTSE-100-Unternehmen sind. Das Innenministerium prüft derzeit sorgfältig, ob die 56-Tage-Frist zum Standard wird. Sollte dies beschlossen werden, hätten Personalabteilungen weniger Hürden bei der Einstellung von Geflüchteten, müssten aber weiterhin mit Lücken bei den Dokumenten rechnen, solange Ausweise noch gedruckt werden. Befürworter fordern von den Ministern, noch weiter zu gehen und Geflüchteten sofortigen Zugang zum regulären Universal Credit zu gewähren, anstatt sich während der Übergangszeit auf freiwillige Härtefallfonds zu verlassen.
Quelle: Electronic Immigration Network
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