
Am 11. Juni führten Einwanderungskontrollteams koordinierte Razzien in den Paketverteilzentren von DPD in Basingstoke und Newbury durch und nahmen sieben Inder, einen Ghanaer und einen Pakistani wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung fest, berichtete ITV News am 12. Juni. Dies ist die erste groß angelegte Aktion gegen große Logistikdepots, seit Minister signalisiert haben, dass Gig-Economy-Unternehmen bald der gleichen gesetzlichen Pflicht zur Überprüfung der Arbeitserlaubnis unterliegen wie traditionelle Arbeitgeber. Behörden gaben an, dass über 100 Beschäftigte befragt wurden und dass Arbeitgeber, die gegen das Gesetz verstoßen, mit einer Geldstrafe von bis zu 60.000 Pfund pro Arbeitnehmer rechnen müssen. Acht der neun Festnahmen erfolgten im Depot in Basingstoke; alle Festgenommenen wurden mit elektronischer Überwachung auf Einwanderungsbürgschaft freigelassen, während die Ermittlungen weiterlaufen. Die Aktion ist Teil des Plans der Innenministerin, Abschiebungen zu erhöhen und „die Anreize für irreguläre Migration zu beseitigen“. Seit Juli 2024 sind landesweit Razzien wegen illegaler Beschäftigung um 77 % gestiegen. Die Regierung wird voraussichtlich noch in diesem Monat ihre Antwort auf die Konsultation „Ausweitung der Arbeitserlaubnisprüfungen auf die Gig Economy“ veröffentlichen. Danach müssen Kurierdienste, Fahrdienstplattformen und Essensliefer-Apps den Status selbstständiger Subunternehmer überprüfen. Für Verantwortliche im Bereich Mobilität und Personal im boomenden britischen Last-Mile-Sektor unterstreicht dieser Vorfall die Notwendigkeit, ein solides Onboarding für selbstständige Fahrer aufzubauen – viele davon sind Angehörige mit Sponsorenstatus oder Studierende mit begrenzten Wochenarbeitsstunden. Unternehmen, die über reine Subunternehmerketten arbeiten, sollten ihre Haftung klären, Verträge aktualisieren und digitale Identitätsprüfungen in Betracht ziehen, bevor die neuen Vorschriften in Kraft treten. Branchenverbände unterstützen zwar den fairen Wettbewerb, fordern aber eine gestaffelte Einführung, da plötzliche Arbeitskräftemangel die Lieferungen in der Hochsaison gefährden könnten. Das Innenministerium betont, dass vorab Leitlinien veröffentlicht werden und der Schwerpunkt der Kontrollen auf „nicht regelkonformen Arbeitgebern, nicht auf ehrlichen Unternehmen“ liegen wird.
Quelle: ITV News Meridian
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