
Großraum Montréal wurde am 15. Juni offiziell zur Stadt mit zwei Flughäfen, als der MET – Montreal Metropolitan Airport in Longueuil seine ersten planmäßigen Flüge abwickelte. Der Erstflug von Porter Airlines nach Vancouver wurde mit einer traditionellen Wasserkanonen-Salve begrüßt, und die Regionalfluggesellschaft Pascan Aviation startete neue Quebec-Strecken vom selben YHU-Terminal. Das privat finanzierte Terminal, betrieben von YHU Infrastructure Partners (einem Joint Venture zwischen Porter Aviation Holdings und Macquarie Asset Management), ist für bis zu zwei Millionen Passagiere pro Jahr ausgelegt und ermöglicht eine Gehzeit von weniger als acht Minuten vom Straßenrand bis zum Gate. Im Gegensatz zu Montréal-Trudeau (YUL) beschränkt MET den Nachtbetrieb und fokussiert sich auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit einmotorigen Flugzeugen. Für Geschäftsreisende und globale Mobilitätsteams bedeutet die Eröffnung zusätzliche Nonstop-Optionen zwischen der Südseite Montréals und wichtigen kanadischen Städten wie Vancouver, Calgary und Halifax, mit Anschlussflügen über Porters Drehkreuz in Toronto – Billy Bishop. Die Reisezeitersparnis für Unternehmen im Luftfahrtkorridor von Longueuil könnte im Vergleich zur Fahrt quer durch die Stadt zum YUL mehr als eine Stunde pro Reise betragen. Lokale Behörden heben auch die breiteren wirtschaftlichen Vorteile hervor: Das Projekt hat bereits Straßenbauarbeiten im Wert von 8,2 Millionen Dollar ausgelöst und soll jährlich 6 Millionen Dollar an kommunalen Steuereinnahmen generieren. Besonders wichtig für im Ausland lebende Manager: Das Terminal verfügt über vor Ort installierte NEXUS-Anmeldekioske und einen eigenen Bereich für die Einwanderungskontrolle, betrieben von der Canada Border Services Agency, was für häufig Reisende kürzere Wartezeiten verspricht, sobald der internationale Flugverkehr 2027 startet. Fluggesellschaften und Firmenkunden werden in den nächsten sechs Monaten die Auslastung genau beobachten; bei starker Nachfrage könnte MET weitere Airlines anziehen – darunter auch kostengünstige grenzüberschreitende Anbieter – und so das Flugangebot in Montréal weiter diversifizieren.
Quelle: Globe Newswire / StreetInsider