
Die zyprische Regierung nutzte die Sommersonnenwende, um Bilanz zu ziehen bei einem der wichtigsten Mobilitätsprogramme von Präsident Nikos Christodoulides: „Minds in Cyprus“. Das im Mai 2025 gestartete Programm zielt darauf ab, den jahrzehntelangen Brain-Drain umzukehren, indem zyprische Fachkräfte im Ausland mit schwer zu besetzenden Stellen auf der Insel zusammengebracht werden. Um den Umzug attraktiver zu machen, gibt es Steuererleichterungen und beschleunigte bürokratische Unterstützung. Ein Jahr später erklärte die stellvertretende Ministerin im Präsidialamt, Irene Piki, gegenüber der Cyprus Mail, dass die Umsetzung des Talent-Rückführungsplans zu etwa 90 Prozent abgeschlossen sei. Rückkehrer, die mindestens sieben Jahre ununterbrochen im Ausland gelebt haben, können nun eine 25-prozentige Einkommensteuerbefreiung (maximal 25.000 Euro pro Jahr) beantragen. Spezielle Anlaufstellen bei der Migrationsbehörde und Invest Cyprus bieten umfassende Beratung zu Aufenthaltsgenehmigungen, Schulplätzen und Krankenversicherung. Zudem listet ein Online-Portal über 300 geprüfte Stellenangebote in den Bereichen IT, grüne Technologien, Lebenswissenschaften und Hochschulbildung.
Die Wirksamkeit des Programms ist jedoch schwer zu beurteilen. Laut Zahlen, die dem Parlament vorgelegt wurden, gab es 233 „Matches“ zwischen Kandidaten und Arbeitgebern, doch weder die Bewerber noch die Unternehmen sind verpflichtet, über einen tatsächlichen Arbeitsvertrag zu berichten. Der Risikokapitalgeber Demetrios Zoppos betont, dass „Steuervorteile allein nicht ausreichen“ und fordert, dass Zypern globale Technologieunternehmen anzieht, damit Rückkehrer echte Karrierechancen sehen. Der Oxford-Forscher Lucas Irwin warnt ebenfalls, dass strukturelle Unterschiede bei Gehältern und Aufstiegsmöglichkeiten junge Ingenieure und Wissenschaftler weiterhin in größere EU-Märkte treiben. Die Regierung sieht das Programm als langfristiges Projekt. „Wir bauen Vertrauen zu Tausenden Zyprern im Ausland auf“, so Piki.
In dieser Woche werden die Bekanntmachungen mit Roadshows in Birmingham (22. Juni) und London (23. Juni) verstärkt, um Talente aus dem Commonwealth anzusprechen. Gleichzeitig debattiert das Parlament über eine Verlängerung der Steuerbefreiung von fünf auf sieben Jahre – ein Schritt, den der Arbeitgeber- und Industriellenverband (OEB) unterstützt, um Unternehmen mehr Planungssicherheit bei den Personalkosten zu geben. Für multinationale Unternehmen, die bereits Shared-Service-Center auf der Insel betreiben, bietet das Programm klare Vorteile: Englischsprachige Mitarbeiter, die die zyprische Geschäftskultur kennen, keine Verzögerungen bei Arbeitserlaubnissen dank EU-Staatsbürgerschaft und insgesamt etwa 20 Prozent geringere Beschäftigungskosten als in Westeuropa. Wenn es der Regierung gelingt, diese Faktoren mit besseren Karriereperspektiven zu verbinden, könnten Experten zufolge innerhalb eines Jahrzehnts aus Zypern ein Talentimporteur statt ein Talentexporteur werden.
Die Wirksamkeit des Programms ist jedoch schwer zu beurteilen. Laut Zahlen, die dem Parlament vorgelegt wurden, gab es 233 „Matches“ zwischen Kandidaten und Arbeitgebern, doch weder die Bewerber noch die Unternehmen sind verpflichtet, über einen tatsächlichen Arbeitsvertrag zu berichten. Der Risikokapitalgeber Demetrios Zoppos betont, dass „Steuervorteile allein nicht ausreichen“ und fordert, dass Zypern globale Technologieunternehmen anzieht, damit Rückkehrer echte Karrierechancen sehen. Der Oxford-Forscher Lucas Irwin warnt ebenfalls, dass strukturelle Unterschiede bei Gehältern und Aufstiegsmöglichkeiten junge Ingenieure und Wissenschaftler weiterhin in größere EU-Märkte treiben. Die Regierung sieht das Programm als langfristiges Projekt. „Wir bauen Vertrauen zu Tausenden Zyprern im Ausland auf“, so Piki.
In dieser Woche werden die Bekanntmachungen mit Roadshows in Birmingham (22. Juni) und London (23. Juni) verstärkt, um Talente aus dem Commonwealth anzusprechen. Gleichzeitig debattiert das Parlament über eine Verlängerung der Steuerbefreiung von fünf auf sieben Jahre – ein Schritt, den der Arbeitgeber- und Industriellenverband (OEB) unterstützt, um Unternehmen mehr Planungssicherheit bei den Personalkosten zu geben. Für multinationale Unternehmen, die bereits Shared-Service-Center auf der Insel betreiben, bietet das Programm klare Vorteile: Englischsprachige Mitarbeiter, die die zyprische Geschäftskultur kennen, keine Verzögerungen bei Arbeitserlaubnissen dank EU-Staatsbürgerschaft und insgesamt etwa 20 Prozent geringere Beschäftigungskosten als in Westeuropa. Wenn es der Regierung gelingt, diese Faktoren mit besseren Karriereperspektiven zu verbinden, könnten Experten zufolge innerhalb eines Jahrzehnts aus Zypern ein Talentimporteur statt ein Talentexporteur werden.
Quelle: Cyprus Mail
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