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Streik der Fluglotsen legt ein Drittel der Flüge in Montpellier lahm

Juni 24, 2026
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Streik der Fluglotsen legt ein Drittel der Flüge in Montpellier lahm
Reisende am Flughafen Montpellier-Méditerranée erlebten am 23. Juni 2026 erhebliche Störungen, nachdem französische Fluglotsen zu einem 24-stündigen Streik aufgerufen hatten, der etwa 30 % der geplanten Flüge ausfallen ließ. Die Gewerkschaft UNSA-ICNA protestierte damit gegen eine umstrittene Reform des französischen Flugverkehrsmanagements, die eine Zentralisierung der Dienstpläne und mehr Nachtschichten in regionalen Kontrolltürmen vorsieht. Ähnliche Ausfälle betrafen kleinere Flughäfen in Nîmes und Perpignan, während die Pariser Flughäfen diesmal verschont blieben. Die französische Luftfahrtbehörde DGAC forderte die Airlines vorsorglich auf, Flugpläne zu kürzen, sodass Fluggesellschaften wie Air France-Hop!, Transavia und easyJet Passagiere umbuchen oder Flüge nach Marseille verlegen konnten. Dennoch berichteten Geschäftsreisende von verpassten Verbindungen quer durchs Land, und eingehende Pharma-Lieferungen für den Life-Sciences-Cluster im Montpellier Méditerranée Business Park verzögerten sich um bis zu 48 Stunden. Der Arbeitgeberverband MEDEF Occitanie warnte, dass wiederholte Arbeitsniederlegungen – dies ist der dritte Streik der Fluglotsen innerhalb von fünf Wochen – das Vertrauen der Investoren in den schnell wachsenden Hightech-Korridor zwischen Toulouse und der Côte d’Azur gefährden könnten. Der Streik fällt zudem in die Hauptsaison der Konferenzen: Die Veranstalter des International Aquaculture Forum mit 1.500 Teilnehmern in der Sud de France Arena mussten eilig Charterbusse aus Marseille und Barcelona organisieren, um den Ablauf zu sichern. Für Mobilitätsmanager ist die Lehre klar: Ausweichrouten über Hochgeschwindigkeitszüge oder Straßenverkehr sollten in den Reiseplänen für Südfrankreich im Sommer fest verankert sein. Die DGAC kündigte an, dass die Verhandlungen über Personalstärke und Überstundenvergütung nächste Woche fortgesetzt werden, doch die Gewerkschaften deuten bei stockenden Gesprächen weitere Streiks um den 3. und 4. Juli an. Unternehmen mit zeitkritischer Fracht wird empfohlen, alternative Routen über Lyon Saint-Exupéry zu prüfen oder auf Nachttransporte per Lkw umzusteigen, bis der Arbeitsfrieden wiederhergestellt ist.
Quelle: Le Journal Toulousain

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