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Österreich startet Rückkehrprämie zur Förderung der freiwilligen Rückkehr von Syrern

Juni 25, 2026
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Österreich startet Rückkehrprämie zur Förderung der freiwilligen Rückkehr von Syrern
Das österreichische Innenministerium hat ein dreimonatiges Anreizprogramm vorgestellt, das syrischen Staatsangehörigen zwischen 1.500 und 3.000 Euro zahlt, wenn sie freiwillig aus Österreich ausreisen und in ihre Heimat zurückkehren. Innenminister Gerhard Karner erklärte, dass das Programm, das von Juli bis September läuft, drei Gruppen anspricht: Asylwerber mit noch laufenden Verfahren, subsidiär Schutzberechtigte und anerkannte Flüchtlinge. Die höchste Auszahlung (3.000 Euro) ist für die ersten beiden Gruppen vorgesehen, während anerkannte Flüchtlinge 1.500 Euro erhalten – eine Erhöhung um 50 Prozent gegenüber dem bisherigen Betrag. Karner betonte, dass die Initiative dazu dienen soll, das österreichische Aufnahmesystem zu entlasten, die Sozialausgaben zu senken und „den Wiederaufbau in Syrien zu unterstützen“. Die Behörden werden die Ergebnisse nach Ablauf der Pilotphase auswerten, der Minister schloss jedoch höhere Zahlungen bei geringer Beteiligung aus. Seit dem Sturz des Assad-Regimes im Dezember 2024 haben rund 2.000 Syrer Österreich verlassen, etwa ein Viertel davon durch Abschiebungen. Das Innenministerium hat zudem 13.000 syrische Schutzakten wieder geöffnet und in 4.400 Fällen den Status widerrufen oder herabgestuft. Aus Sicht der Unternehmensmobilität signalisiert das Programm, dass Wien langfristige Schutzwege verschärft und stattdessen auf kurze, anreizbasierte Ausreisen setzt. Unternehmen mit syrischen Mitarbeitenden mit subsidiärem oder humanitärem Schutzstatus sollten prüfen, ob der Status ihrer Beschäftigten betroffen ist, und Notfallpläne vorbereiten, etwa alternative EU-Einsätze oder Homeoffice-Regelungen. Personalabteilungen wird empfohlen, betroffene Mitarbeitende über die Freiwilligkeit des Programms und mögliche Wiedereinreisebeschränkungen nach Annahme der Zahlung zu informieren. EU-Beobachter sehen in Österreichs Vorgehen Parallelen zu Dänemark und warnen, dass ähnliche Initiativen andernorts die gemeinsame EU-Asylpolitik vor dem Inkrafttreten des EU-Asyl- und Migrationspakts im nächsten Monat weiter zersplittern könnten. NGOs hinterfragen unterdessen, ob Syrien bereits als sicher für Rückkehrer gilt, und warnen vor indirektem Druck, wenn finanzielle Anreize mit Statusüberprüfungen kombiniert werden. Praktisch sollten Arbeitgeber mit längeren Bearbeitungszeiten bei neuen syrischen Arbeitserlaubnisanträgen rechnen, da regionale Behörden Ressourcen für die Umsetzung des Programms umleiten. Für internationale Einsatzmanager ist die wichtigste Erkenntnis, die Aufenthaltsstatusbescheide der Mitarbeitenden genau zu beobachten und gegebenenfalls rechtliche Schritte einzuplanen.
Quelle: ANHA – Hawar News

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