
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni trifft heute in Antibes Präsident Emmanuel Macron zum 36. französisch-italienischen Regierungsgipfel, dem ersten seit dem Stillstand des Quirinal-Vertrags im Jahr 2024. Neben Verteidigung und Energie konzentrieren sich die Delegationen auf „Infrastruktur und Verkehr“, was eine Neuausrichtung der Zusammenarbeit im grenzüberschreitenden Schienen-, Straßen- und Arbeitskräftemobilitätsbereich signalisiert.
Laut Briefing-Unterlagen, die La Presse vorliegen, werden Verkehrsminister Matteo Piantedosi und sein französischer Kollege Philippe Tabarot eine Roadmap unterzeichnen, um die Zugfahrzeiten zwischen Rom und Paris auf unter 9 Stunden zu verkürzen. Dies soll durch die Beschleunigung der Arbeiten am Basistunnel Turin–Lyon und die Modernisierung der Signaltechnik an der Küstenlinie Ventimiglia erreicht werden. Beide Seiten werden zudem eine gemeinsame Lobbyarbeit in Brüssel für mehr CEF-Transportmittel zusagen und die abgestimmte schrittweise Einführung der EU-Systeme Entry/Exit und ETIAS vereinbaren, um doppelte Grenzkontrollen bei Hochgeschwindigkeitszügen zu vermeiden.
Im Bereich Arbeitskräftemobilität wird erwartet, dass die Innenminister einen Schnellzugangskanal für Saisonarbeiter genehmigen, der bis zu 15.000 Beschäftigten aus Gastronomie und Landwirtschaft ermöglicht, zwischen Côte d’Azur und Ligurien ohne neue Visa pro Saison zu pendeln – ein wichtiges Anliegen für italienische Hotelgruppen, die unter chronischem Sommermangel leiden.
Ein paralleles Abkommen zwischen Business France und der ICE Agenzia wird eine zentrale Anlaufstelle für Start-ups schaffen, die Mitarbeiter zwischen Mailand und Paris verlagern, mit gegenseitiger Anerkennung von Berufsqualifikationen in den Bereichen KI und Luft- und Raumfahrt. Für multinationale Arbeitgeber würden diese Maßnahmen, sofern umgesetzt, die Logistik für Projektteams, die die Alpen überqueren, erleichtern und den bürokratischen Aufwand deutlich reduzieren.
Allerdings sind frühere Zusagen zum Turin–Lyon-Projekt ins Stocken geraten; Beobachter werden das Abschlusskommuniqué genau auf verbindliche Fristen und Finanzierungszusagen prüfen. Am Rande des Gipfels werden Bpifrance und Italiens Cassa Depositi e Prestiti einen Rahmenvertrag zur gemeinsamen Investition in neue Verkehrstechnologien unterzeichnen, darunter Wasserstoff-Tankstellenkorridore für schwere Lkw zwischen Marseille und Bologna.
Unternehmensmobilitätsbudgets sollten die kommenden Verordnungen im Blick behalten, die die heutige politische Absicht in verbindliche Regelungen umsetzen – erste Entwürfe werden bis September erwartet.
Laut Briefing-Unterlagen, die La Presse vorliegen, werden Verkehrsminister Matteo Piantedosi und sein französischer Kollege Philippe Tabarot eine Roadmap unterzeichnen, um die Zugfahrzeiten zwischen Rom und Paris auf unter 9 Stunden zu verkürzen. Dies soll durch die Beschleunigung der Arbeiten am Basistunnel Turin–Lyon und die Modernisierung der Signaltechnik an der Küstenlinie Ventimiglia erreicht werden. Beide Seiten werden zudem eine gemeinsame Lobbyarbeit in Brüssel für mehr CEF-Transportmittel zusagen und die abgestimmte schrittweise Einführung der EU-Systeme Entry/Exit und ETIAS vereinbaren, um doppelte Grenzkontrollen bei Hochgeschwindigkeitszügen zu vermeiden.
Im Bereich Arbeitskräftemobilität wird erwartet, dass die Innenminister einen Schnellzugangskanal für Saisonarbeiter genehmigen, der bis zu 15.000 Beschäftigten aus Gastronomie und Landwirtschaft ermöglicht, zwischen Côte d’Azur und Ligurien ohne neue Visa pro Saison zu pendeln – ein wichtiges Anliegen für italienische Hotelgruppen, die unter chronischem Sommermangel leiden.
Ein paralleles Abkommen zwischen Business France und der ICE Agenzia wird eine zentrale Anlaufstelle für Start-ups schaffen, die Mitarbeiter zwischen Mailand und Paris verlagern, mit gegenseitiger Anerkennung von Berufsqualifikationen in den Bereichen KI und Luft- und Raumfahrt. Für multinationale Arbeitgeber würden diese Maßnahmen, sofern umgesetzt, die Logistik für Projektteams, die die Alpen überqueren, erleichtern und den bürokratischen Aufwand deutlich reduzieren.
Allerdings sind frühere Zusagen zum Turin–Lyon-Projekt ins Stocken geraten; Beobachter werden das Abschlusskommuniqué genau auf verbindliche Fristen und Finanzierungszusagen prüfen. Am Rande des Gipfels werden Bpifrance und Italiens Cassa Depositi e Prestiti einen Rahmenvertrag zur gemeinsamen Investition in neue Verkehrstechnologien unterzeichnen, darunter Wasserstoff-Tankstellenkorridore für schwere Lkw zwischen Marseille und Bologna.
Unternehmensmobilitätsbudgets sollten die kommenden Verordnungen im Blick behalten, die die heutige politische Absicht in verbindliche Regelungen umsetzen – erste Entwürfe werden bis September erwartet.
Quelle: LaPresse