
Finnair steht vor neuen Arbeitskämpfen: Die finnische Pilotenvereinigung SLL hat für den 9. und 13. Dezember zwei 24-stündige Streiks angekündigt. Laut am 25. Juni eingereichten Unterlagen hat die Fluggesellschaft bereits rund 300 Flüge gestrichen – das entspricht einem kompletten Winter-Wochentagsprogramm und betrifft schätzungsweise 39.000 Passagiere. Die Gewerkschaft erklärt, die Verhandlungen über einen neuen Tarifvertrag seien ins Stocken geraten, weil das Management mehr Flexibilität bei Dienstplänen und die Möglichkeit forderte, einige A350-Crews außerhalb Finnlands zu stationieren. Finnair argumentiert, diese Maßnahmen seien notwendig, um auf den seit der Schließung des russischen Luftraums über die Arktis umgeleiteten Ultra-Langstreckenflügen wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Gespräche beim Nationalen Schlichteramt endeten am Donnerstagabend ohne Einigung.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die frühzeitige Ankündigung ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ermöglicht sie Unternehmen, Meetings zu verschieben, Flüge über Partner-Airlines (Oneworld) umzubuchen oder auf das umfangreiche Fähr- und Bahnnetz nach Stockholm und Tallinn auszuweichen. Andererseits ist der Dezember Hochsaison für den Tourismus in Lappland und den Frachtverkehr zwischen Asien und Europa, sodass alternative Kapazitäten schnell ausgebucht sein werden. Finavia warnt zudem, dass Charterflüge in der Schneesaison die Finnair-Passagiere nicht einfach aufnehmen können, da die Dienstzeitgrenzen für Crews an nördlichen Flughäfen bereits eng sind.
Nach EU-Verordnung 261 haben Passagiere Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung. Da der Streik die eigenen Mitarbeiter der Airline betrifft, sind bei einer Stornierung innerhalb von 14 Tagen vor Abflug und fehlender vergleichbarer Alternative auch Entschädigungen zwischen 250 und 600 Euro fällig. Reiseeinkäufer sollten daher sowohl mit Kosten für Fürsorgepflichten als auch mit möglichen Erstattungsansprüchen rechnen. Der letzte größere Arbeitskampf bei Finnair im Jahr 2023 kostete die Fluggesellschaft 20 Millionen Euro.
Obwohl der Dezember noch einige Monate entfernt ist, gibt die heutige Ankündigung HR- und Entsendeteams Zeit, kritische Reisen in der zweiten Dezemberwoche zu überprüfen – insbesondere Heimreisen von Expatriates und Projekteinsätze im Zusammenhang mit Jahresabschlussarbeiten.
Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die frühzeitige Ankündigung ein zweischneidiges Schwert: Einerseits ermöglicht sie Unternehmen, Meetings zu verschieben, Flüge über Partner-Airlines (Oneworld) umzubuchen oder auf das umfangreiche Fähr- und Bahnnetz nach Stockholm und Tallinn auszuweichen. Andererseits ist der Dezember Hochsaison für den Tourismus in Lappland und den Frachtverkehr zwischen Asien und Europa, sodass alternative Kapazitäten schnell ausgebucht sein werden. Finavia warnt zudem, dass Charterflüge in der Schneesaison die Finnair-Passagiere nicht einfach aufnehmen können, da die Dienstzeitgrenzen für Crews an nördlichen Flughäfen bereits eng sind.
Nach EU-Verordnung 261 haben Passagiere Anspruch auf Umbuchung oder Erstattung. Da der Streik die eigenen Mitarbeiter der Airline betrifft, sind bei einer Stornierung innerhalb von 14 Tagen vor Abflug und fehlender vergleichbarer Alternative auch Entschädigungen zwischen 250 und 600 Euro fällig. Reiseeinkäufer sollten daher sowohl mit Kosten für Fürsorgepflichten als auch mit möglichen Erstattungsansprüchen rechnen. Der letzte größere Arbeitskampf bei Finnair im Jahr 2023 kostete die Fluggesellschaft 20 Millionen Euro.
Obwohl der Dezember noch einige Monate entfernt ist, gibt die heutige Ankündigung HR- und Entsendeteams Zeit, kritische Reisen in der zweiten Dezemberwoche zu überprüfen – insbesondere Heimreisen von Expatriates und Projekteinsätze im Zusammenhang mit Jahresabschlussarbeiten.
Quelle: AK&M Newswire
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