
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS steht erneut kurz vor einem Arbeitskampf, nachdem die Vermittlungsgespräche zwischen der Airline und den norwegischen Kabinengewerkschaften Fellesforbundet und Parat am Montagabend ohne Einigung endeten. Sollte bis Dienstag Mitternacht keine Einigung erzielt werden, werden am Mittwoch 468 Kabinenmitarbeiter mit Sitz in Norwegen in den Streik treten – ausgerechnet in der ersten Hochsaisonwoche der nordischen Sommerferien.
Obwohl die Streikankündigung nur Norwegen betrifft, würden die Auswirkungen das gesamte SAS-Netzwerk erfassen. Die Fluggesellschaft bedient täglich über 25 Verbindungen zwischen Helsinki, Turku und Tampere sowie Kopenhagen, Stockholm und Oslo, viele davon mit norwegischem Kabinenpersonal. Geschäftskunden in Finnland sind auf diese Verbindungen für Tagesanschlüsse nach Westeuropa und Nordamerika angewiesen; Daten von Finavia zeigen, dass SAS im Juni etwa 12 % der innernordischen Kapazitäten am Flughafen Helsinki stellt.
Sollte der Streik stattfinden, werden betroffene Flüge voraussichtlich eher gestrichen als umgeleitet, da Ersatzcrews bereits durch Sommerurlaube stark ausgelastet sind. Für finnische Unternehmen kommt der Zeitpunkt ungünstig: Multinationale Konzerne erhöhen nach Mittsommer wieder ihre Projektreisen und Konferenzen, während Freizeitreisende vor dem finnischen Industriesommerferien-Stopp im Juli ins Ausland aufbrechen. Reisebüros raten ihren Kunden, kritische Verbindungen durch Buchung von Zweittickets bei Finnair oder Norwegian abzusichern und die Force-Majeure-Klauseln in Firmenflugtickets zu prüfen, die normalerweise Rückerstattungen nach Check-in einschränken.
Der Streit dreht sich um Gehalt und Dienstpläne. Laut Gewerkschaftssprechern haben erfahrene Kabinenmitarbeiter in Norwegen mit etwa 430.000 NOK (ca. 38.000 €) Jahresgehalt die Gehaltsobergrenze erreicht – rund 20 % weniger als ihre Kollegen bei der Konkurrenz Norwegian Air Shuttle. Zudem beklagen sie Dienstzeiten von bis zu 16 Stunden mit minimalen Ruhepausen zwischen den Einsätzen. SAS betont, dass das jüngste Angebot die fragile finanzielle Lage der Airline nach der Chapter-11-Restrukturierung widerspiegelt und mit bereits in Schweden und Dänemark geschlossenen Vereinbarungen übereinstimmt.
Im Falle eines Streiks will SAS Langstrecken- und Wet-Lease-Flüge priorisieren und Passagiere nach Finnland möglicherweise auf Partnerfluggesellschaften innerhalb der Star Alliance umbuchen. Dennoch sollten Reisende mit erheblichen Störungen rechnen, bis die Vermittlung fortgesetzt wird oder das Arbeitsministerium eine Zwangsschlichtung anordnet – ein Mittel, das Norwegen in Luftfahrtkonflikten nur selten einsetzt.
Obwohl die Streikankündigung nur Norwegen betrifft, würden die Auswirkungen das gesamte SAS-Netzwerk erfassen. Die Fluggesellschaft bedient täglich über 25 Verbindungen zwischen Helsinki, Turku und Tampere sowie Kopenhagen, Stockholm und Oslo, viele davon mit norwegischem Kabinenpersonal. Geschäftskunden in Finnland sind auf diese Verbindungen für Tagesanschlüsse nach Westeuropa und Nordamerika angewiesen; Daten von Finavia zeigen, dass SAS im Juni etwa 12 % der innernordischen Kapazitäten am Flughafen Helsinki stellt.
Sollte der Streik stattfinden, werden betroffene Flüge voraussichtlich eher gestrichen als umgeleitet, da Ersatzcrews bereits durch Sommerurlaube stark ausgelastet sind. Für finnische Unternehmen kommt der Zeitpunkt ungünstig: Multinationale Konzerne erhöhen nach Mittsommer wieder ihre Projektreisen und Konferenzen, während Freizeitreisende vor dem finnischen Industriesommerferien-Stopp im Juli ins Ausland aufbrechen. Reisebüros raten ihren Kunden, kritische Verbindungen durch Buchung von Zweittickets bei Finnair oder Norwegian abzusichern und die Force-Majeure-Klauseln in Firmenflugtickets zu prüfen, die normalerweise Rückerstattungen nach Check-in einschränken.
Der Streit dreht sich um Gehalt und Dienstpläne. Laut Gewerkschaftssprechern haben erfahrene Kabinenmitarbeiter in Norwegen mit etwa 430.000 NOK (ca. 38.000 €) Jahresgehalt die Gehaltsobergrenze erreicht – rund 20 % weniger als ihre Kollegen bei der Konkurrenz Norwegian Air Shuttle. Zudem beklagen sie Dienstzeiten von bis zu 16 Stunden mit minimalen Ruhepausen zwischen den Einsätzen. SAS betont, dass das jüngste Angebot die fragile finanzielle Lage der Airline nach der Chapter-11-Restrukturierung widerspiegelt und mit bereits in Schweden und Dänemark geschlossenen Vereinbarungen übereinstimmt.
Im Falle eines Streiks will SAS Langstrecken- und Wet-Lease-Flüge priorisieren und Passagiere nach Finnland möglicherweise auf Partnerfluggesellschaften innerhalb der Star Alliance umbuchen. Dennoch sollten Reisende mit erheblichen Störungen rechnen, bis die Vermittlung fortgesetzt wird oder das Arbeitsministerium eine Zwangsschlichtung anordnet – ein Mittel, das Norwegen in Luftfahrtkonflikten nur selten einsetzt.
Quelle: E24