
Im Journal Officiel vom 2. Juli veröffentlicht, liefert der Bericht Nr. 2998 der Nationalversammlung die umfassendste Bestandsaufnahme seit einem Jahrzehnt zur Behandlung von Ausländern in Frankreich. Die parteiübergreifende Kommission untersuchte den Zugang zu Wohnraum, Gesundheitsversorgung, Arbeitserlaubnissen und rechtsstaatlichen Garantien in Abschiebezentren und befragte über 200 Akteure aus Präfekturen, NGOs und der Wirtschaft.
Wesentliche Erkenntnisse sind chronische Verzögerungen von bis zu sechs Monaten bei der erstmaligen Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen in der Île-de-France, was zu Beschäftigungslücken und Ausfällen bei der Sozialversicherung führt. Der Bericht hebt zudem uneinheitliche Auslegungen des „Talent Passport“ im Rahmen des Einwanderungsgesetzes 2024 durch verschiedene Präfekturen hervor, was zu mehrfachen Dokumentanforderungen bei innerbetrieblichen Versetzungen führt.
Für Arbeitgeber ist die wichtigste Empfehlung die Einrichtung eines einheitlichen digitalen Ablagesystems – vorläufig „Mon Titre Pro“ genannt –, das es Personalabteilungen ermöglicht, Vertragszusätze, Gehaltsabrechnungen und Krankenversicherungsnachweise direkt in die Akten der Präfekturen hochzuladen. Die Kommission argumentiert, dass ein solches Portal die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten um 30 % verkürzen würde. Außerdem fordert sie eine verbindliche Servicevereinbarung, die Präfekturen verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden eine Récépissé (vorläufige Verlängerung) auszustellen, wenn Karten ablaufen.
Die Wirtschaftsmobilitätsbranche begrüßte den Bericht weitgehend. Die Branchenvereinigung Magellan Circle erklärte, eine verbindliche SLA würde „Frankreich näher an die niederländischen und deutschen Standards für Arbeitserlaubnis-Prognosen bringen – entscheidend für Standortentscheidungen von Unternehmen“. Gewerkschaften warnen jedoch, dass ohne zusätzliches Personal die digitale Lösung die Engpässe nur ins Internet verlagern könnte.
Die Regierung hat zwei Monate Zeit für eine Stellungnahme. Zwar ist eine sofortige Gesetzesänderung nicht garantiert, Experten erwarten jedoch bis September zumindest ein ministerielles Rundschreiben, das die Dokumentenlisten für den Talent Passport standardisiert – eine gute Nachricht für multinationale Unternehmen, die im vierten Quartal Mitarbeiter nach Frankreich entsenden wollen.
Wesentliche Erkenntnisse sind chronische Verzögerungen von bis zu sechs Monaten bei der erstmaligen Verlängerung von Aufenthaltserlaubnissen in der Île-de-France, was zu Beschäftigungslücken und Ausfällen bei der Sozialversicherung führt. Der Bericht hebt zudem uneinheitliche Auslegungen des „Talent Passport“ im Rahmen des Einwanderungsgesetzes 2024 durch verschiedene Präfekturen hervor, was zu mehrfachen Dokumentanforderungen bei innerbetrieblichen Versetzungen führt.
Für Arbeitgeber ist die wichtigste Empfehlung die Einrichtung eines einheitlichen digitalen Ablagesystems – vorläufig „Mon Titre Pro“ genannt –, das es Personalabteilungen ermöglicht, Vertragszusätze, Gehaltsabrechnungen und Krankenversicherungsnachweise direkt in die Akten der Präfekturen hochzuladen. Die Kommission argumentiert, dass ein solches Portal die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten um 30 % verkürzen würde. Außerdem fordert sie eine verbindliche Servicevereinbarung, die Präfekturen verpflichtet, innerhalb von 48 Stunden eine Récépissé (vorläufige Verlängerung) auszustellen, wenn Karten ablaufen.
Die Wirtschaftsmobilitätsbranche begrüßte den Bericht weitgehend. Die Branchenvereinigung Magellan Circle erklärte, eine verbindliche SLA würde „Frankreich näher an die niederländischen und deutschen Standards für Arbeitserlaubnis-Prognosen bringen – entscheidend für Standortentscheidungen von Unternehmen“. Gewerkschaften warnen jedoch, dass ohne zusätzliches Personal die digitale Lösung die Engpässe nur ins Internet verlagern könnte.
Die Regierung hat zwei Monate Zeit für eine Stellungnahme. Zwar ist eine sofortige Gesetzesänderung nicht garantiert, Experten erwarten jedoch bis September zumindest ein ministerielles Rundschreiben, das die Dokumentenlisten für den Talent Passport standardisiert – eine gute Nachricht für multinationale Unternehmen, die im vierten Quartal Mitarbeiter nach Frankreich entsenden wollen.
Quelle: UNSA – Veille JO
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