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Italien bereitet sich auf landesweiten Flugstreik am 5. Juli vor; EasyJet, ENAV und Bodenpersonal betroffen

Juli 5, 2026
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Italien bereitet sich auf landesweiten Flugstreik am 5. Juli vor; EasyJet, ENAV und Bodenpersonal betroffen
Reisende von und nach Italien stehen vor einem Belastungstest in den Sommerferien: Mehrere Gewerkschaften haben einen landesweiten 24-Stunden-Streik im Luftfahrtsektor für Sonntag, den 5. Juli, angekündigt. Der Ausstand, initiiert von der Bodenverkehrsgewerkschaft CUB Trasporti und unterstützt von EasyJet-Kabinenpersonal, ENAV-Fluglotsen in Malpensa, ADR-Sicherheitskräften an den Flughäfen Roms sowie mehreren Frachtmitarbeitern, dauert von 00:00 bis 23:59 Uhr Ortszeit. Die ENAC hat geschützte Zeitfenster (07:00–10:00 und 18:00–21:00 Uhr) sowie garantierte Flüge veröffentlicht, warnt jedoch vor weitreichenden Ausfällen und Verspätungen.

An Milan-Malpensa schätzen die Gewerkschaften, dass bereits über 80 Flüge – die Hälfte des Sonntagsprogramms – vorsorglich gestrichen wurden; auch an Linate, Fiumicino, Ciampino und Catania sind kleinere, aber bedeutende Kürzungen zu erwarten. Der Streit dreht sich um den ausgelaufenen nationalen Tarifvertrag für Flughafenservices: Die Beschäftigten fordern inflationsgebundene Lohnerhöhungen sowie Sonntags- und Feiertagszuschläge, die denen anderer Verkehrssektoren entsprechen. Die Airlines argumentieren, dass die Personalkosten seit Covid um 18 % gestiegen seien, während die europäischen Ticketpreise im Jahresvergleich um 7 % gefallen sind.

Geschäftsreisenden mit Terminen am Montag in Italien wird empfohlen, Flüge in den geschützten Zeitfenstern frühmorgens oder spätabends umzubuchen oder auf Bahnverbindungen wie das Frecciarossa-Netz auszuweichen. Nach der EU-Verordnung 261/2004 müssen Fluggesellschaften umbuchen oder erstatten, eine Entschädigung ist jedoch nicht automatisch garantiert, wenn der Streik als „außergewöhnliche Umstände“ eingestuft wird. Die Verbraucherrechtsplattform RimborsoAlVolo kündigt jedoch an, diese Auslegung gerichtlich anzufechten und verweist darauf, dass 15 Streiks im Luftfahrtbereich innerhalb von sieben Monaten kaum als unvorhersehbar gelten können.

Auch Frachtunternehmen könnten betroffen sein: Expresssendungen, die über das FedEx-Drehkreuz in Malpensa laufen, werden während eines separaten vierstündigen Ausstands nur mit Minimalbesetzung bearbeitet. Spediteure warnen, dass verpasste Anschlussverbindungen zu Verzögerungen in Frankfurt und Paris führen könnten, wo die Slots aufgrund der Einführung des EES-Systems knapp sind.

Der Streik folgt nur einen Tag nach umfangreichen Gleisarbeiten auf der Roma-Fiumicino-Strecke (4.–7. Juli) und verstärkt die Befürchtung, dass Italiens Verkehrsinfrastruktur den erwarteten Rekordtouristenansturm in diesem Sommer kaum bewältigen wird.
Quelle: La Gazzetta dello Sport – Motori / ANSA

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