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Neues Terminal am Flughafen Rom Urbe eröffnet und ebnet den Weg für Italiens Regionales Luftverkehrsnetz

Juli 9, 2026
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Neues Terminal am Flughafen Rom Urbe eröffnet und ebnet den Weg für Italiens Regionales Luftverkehrsnetz
Die italienische Zivilluftfahrtbehörde (ENAC) und das staatliche Flughafenunternehmen ENAC Servizi haben am 8. Juli 2026 ein modernes Passagierterminal am Flughafen Rom Urbe eröffnet. Die Anlage wird als erster Knotenpunkt des künftigen Regional Air Mobility (RAM)-Systems in Italien bezeichnet. Vizepremier Matteo Salvini und Verkehrsstaatssekretär Edoardo Rixi durchschnitten das Band und bezeichneten das 38-Millionen-Euro-Projekt als „Stadt-Flughafen-Prototyp“, der für elektrische Kurzstartflugzeuge, fortschrittliche Lufttaxidienste und kleine Geschäftsflugzeuge konzipiert ist. Rom Urbe, nur 6 km vom Stadtzentrum entfernt, diente bisher vor allem Flugschulen und der allgemeinen Luftfahrt. Das modernisierte Terminal verfügt nun über eigene Passkontrollschalter, eine Trennung von Schengen- und Nicht-Schengen-Bereichen, Fast-Track-Sicherheits- und Zollabfertigung und kann bis zu 400 internationale Passagiere pro Stunde abfertigen. ENAC betont, dass die Anlage mit dem neuen biometrischen Ein- und Ausreisesystem der EU kompatibel ist und eVTOL-Betrieb ermöglichen wird, sobald die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) die entsprechenden Typenzertifikate voraussichtlich 2027 erteilt. Für multinationale Unternehmen bietet die Aufrüstung eine praktische Alternative zum überlasteten Fiumicino-Hub für Executive-Shuttles und zeitkritische Frachtflüge; mehrere Pharma- und Luxusgüterfirmen haben bereits Vorfeldzeiten für europaweite Charter am selben Tag reserviert. Die Regionalregierung von Latium plant, Urbe in ein „Last-Mile“-Netz aus elektrischen Bussen und autonomen Shuttles einzubinden, die den Flughafen in unter 15 Minuten mit dem Geschäftsviertel Prati verbinden. Die Eröffnung unterstreicht Italiens Ambitionen, im aufstrebenden Sektor der Advanced Air Mobility mit Frankreich und Deutschland zu konkurrieren. ENAC kündigte an, bis Dezember einen RAM-Masterplan zu veröffentlichen, der Lufträume, Vertiport-Standards und Zollverfahren für grenzüberschreitende eVTOL-Flüge regelt. Unternehmen, die Pilotprojekte planen – etwa Flughafentransfers zur Stadt während der Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2027 – sollten die kommenden ENAC-Rundschreiben zu Betreiberzertifizierungen und Lärmkontingenten aufmerksam verfolgen. Aus Sicht der Einwanderungskontrolle bedeutet die neue Einrichtung, dass Geschäftsreisende aus Nicht-EU-Ländern, die mit Firmenjets ankommen, ihre Passagierlisten nun mindestens zwei Stunden vor der Landung am Flughafen Urbe über das Online-Portal des Innenministeriums einreichen müssen – eine Verkürzung der bisherigen Vier-Stunden-Frist, die bei Ankünften in Fiumicino galt. Die Nichtbeachtung der Vorschriften kann für Betreiber mit Bußgeldern von bis zu 4.000 Euro pro Passagier geahndet werden.
Quelle: ENAC – Italian Civil Aviation Authority (press release)

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