
In einer ausführlichen Mitteilung vom 11. Juli 2026 hat das Ministerium für Personalwesen und Emiratisierung (MOHRE) vier klare Schritte festgelegt, die Arbeitgeber und ausländische Mitarbeiter befolgen müssen, um eine Arbeitserlaubnis und den dazugehörigen Arbeitsvertrag zu kündigen. Die Anleitung, veröffentlicht auf dem MOHRE-Webportal und berichtet von Gulf News, betont, dass der Prozess online beginnt: Unternehmen melden sich mit UAE Pass an, reichen den Kündigungsantrag ein und laden die erforderlichen Nachweise hoch. Entscheidend ist, dass Arbeitgeber bestätigen müssen, dass alle gesetzlichen Ansprüche – ausstehende Löhne, Urlaubsabgeltung, Abfindungen und sonstige vertragliche Leistungen – vollständig bezahlt wurden. Nach Begleichung eventueller Bußgelder und Prüfung der Dokumente erteilt MOHRE innerhalb von zwei Arbeitstagen die elektronische Genehmigung. Das Rundschreiben klärt zudem, wann die Unterschrift des Mitarbeiters nicht erforderlich ist (z. B. wenn der Arbeitnehmer sich im Ausland befindet, an einer ansteckenden Krankheit leidet oder verstorben ist) und nennt die wenigen Fälle, in denen MOHRE die Kündigung verzögern oder ablehnen kann – etwa bei anhängigen Arbeitsbeschwerden, Verstößen gegen das Lohnschutzsystem oder bei Fluchtmeldungen. Für Manager im Bereich globale Mobilität ist die Mitteilung besonders wichtig: Die Kündigung der Arbeitserlaubnis ist Voraussetzung für die Stornierung des Aufenthaltsvisums bei der Bundesbehörde für Identität, Staatsbürgerschaft, Zoll und Hafen-Sicherheit (ICP) oder der zuständigen Generaldirektion für Aufenthalts- und Ausländerangelegenheiten (GDRFA). Die Nichteinhaltung des neuen digitalen Verfahrens kann die Ausreiseformalitäten verzögern, Wiedereinstellungen blockieren und Unternehmen Bußgelder von bis zu 72 AED pro Antrag bei Schreibbüros einbringen – obwohl der Online-Service selbst kostenfrei ist. Die Bekanntmachung ist Teil einer umfassenderen MOHRE-Service-Neugestaltung, die darauf abzielt, den Lebenszyklus von Genehmigungen zu automatisieren und die Öffentlichkeit zu zukünftigen Verbesserungen einzubeziehen. Arbeitgeber haben bis zum 30. Juli Zeit, Feedback im Rahmen einer offenen Konsultation einzureichen, und Mobilitätsteams werden aufgefordert, interne Checklisten zu überprüfen, um die Einhaltung der aktualisierten Vorschriften sicherzustellen.
Quelle: Gulf News
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